Rheinisch-Bergischer Kreis revolutioniert den Übergang von der Schule in den Beruf

Lea Wagner
Lea Wagner
2 Min.
Ein junger Junge steht selbstbewusst vor einer Tür, in einer Hand hält er einen Besenstiel und in der anderen ein Buch, mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck.Lea Wagner

Rheinisch-Bergischer Kreis revolutioniert den Übergang von der Schule in den Beruf

Rheinisch-Bergischer Kreis veranstaltet erste kreisweite Fachtagung zum Übergang von der Schule in den Beruf

Der Rheinisch-Bergischer Kreis hat kürzlich seine erste kreisweite Fachtagung zum Übergang von der Schule in den Beruf ausgerichtet. Organisiert vom langjährigen Netzwerk "Übergang Schule-Beruf" brachte die Veranstaltung Akteurinnen und Akteure zusammen, um sich mit den sich wandelnden Bedürfnissen junger Menschen und lokaler Unternehmen auseinanderzusetzen. Landrat Arne von Boetticher betonte, dass die Diskussionen entscheidend seien, um sowohl die Zukunft der Jugend als auch die der Region mitzugestalten.

Eröffnet wurde die Tagung mit einem Impulsvortrag von Wiebke Jessen, die zentrale Erkenntnisse aus der SINUS-Jugendstudie präsentierte. Ihre Ergebnisse zeigten die soziokulturelle Vielfalt der heutigen Jugend auf, die sich in sieben unterschiedliche Lebenswelten gliedert – ein Ansatz, der eine zielgruppengerechtere Berufsorientierung ermöglichen könnte.

Teilnehmende aus Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Politik und Jugendhilfe nahmen an verschiedenen Foren teil. Ziel der Gespräche war es, praktische Empfehlungen zu entwickeln, um Berufsorientierungsprogramme an moderne Anforderungen anzupassen. Ein Vorschlag sah vor, Maßnahmen zur persönlichen Entwicklung stärker in den Übergang von der Schule in den Beruf zu integrieren, ein weiterer regte die Schaffung einer zentralen Informationsplattform an, um bestehende Angebote besser zu bündeln.

Die Region verfügt bereits über eine solide Grundlage für solche Vorhaben. Seit 2005 unterhält der Rheinisch-Bergischer Kreis ein eigenes Netzwerk für den Übergang Schule-Beruf, ausgestattet mit einer Koordinierungsstelle und Steuerungsgremien. Diese Struktur ermöglichte es, Berufsorientierungsprogramme bis 2012 auf alle Schulformen auszuweiten. Die Tagung selbst wurde in enger Zusammenarbeit mit regionalen Partnern konzipiert, um eine breite Palette an Perspektiven in die Agenda einfließen zu lassen.

Ein zentrales Ergebnis der Veranstaltung war der Appell an eine engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schulen. Ziel ist es, jungen Menschen mehr praxisnahe Möglichkeiten zu bieten, damit sie vor dem Berufseinstieg reale Erfahrungen sammeln können.

Die Tagung mündete in konkrete Handlungsempfehlungen, darunter die Einrichtung einer zentralen Informationsdrehscheibe und der Ausbau von Partnerschaften zwischen Betrieben und Schulen. Diese Schritte sollen die Berufsorientierung auf Basis aktueller Forschungserkenntnisse und regionaler Bedarfe weiterentwickeln. Während die SINUS-Jugendstudie bisher noch keine vergleichbaren Programme in anderen Teilen Deutschlands geprägt hat, bleibt der Rheinisch-Bergischer Kreis Vorreiter bei der Anpassung von Unterstützungsstrukturen für seine junge Bevölkerung.

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