Massiver Sozialbetrug in Solingen: 42 Personen in nur 13 genehmigten Wohnungen gemeldet
Massiver Sozialbetrug in Solingen: 42 Personen in nur 13 genehmigten Wohnungen gemeldet
Behörden in Solingen haben in einem einzigen Wohngebäude weitverbreiteten Sozialbetrug und Verstöße gegen das Wohnungsrecht aufgedeckt. Bei einer gemeinsamen Aktion stellte sich heraus, dass von 17 Wohneinheiten nur 13 offiziell genehmigt waren – doch dort waren 42 Personen gemeldet. Die Stadt schätzt, dass der Betrug in diesem Gebäude allein die Steuerzahler jährlich rund 250.000 Euro kostet.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stand ein Haus, in dem 17 Wohnungen genutzt wurden, obwohl nur 13 offiziell zugelassen waren. Fünf gemeldete Bewohner lebten tatsächlich gar nicht dort, woraufhin sie abgemeldet und ihre Sozialleistungen umgehend gestoppt wurden. Zudem besteht der Verdacht, dass weitere 26 Personen unrechtmäßig Bürgergeld bezogen haben.
Seit 2023 überprüft die Solinger Stadtverwaltung systematisch über 150 auffällige Gebäude. Bis März 2026 sollen rund 120 davon detailliert kontrolliert werden; in einigen Fällen laufen bereits Sanierungen oder Schließungen. Der Vermieter des betroffenen Hauses sieht sich nun mit Vorwürfen der Mietpreistreiberei in allen 17 Wohnungen konfrontiert.
Evamarie Stangenberg, Leiterin des Amts für Öffentliche Sicherheit und Ordnung in Solingen, betonte den Erfolg der behördenübergreifenden Zusammenarbeit bei der Aufdeckung des Betrugs. Bürgermeister Daniel Flemm bestätigte, dass die Stadt weitere verdächtige Fälle kennt, und kündigte strengere Maßnahmen gegen Missbrauch im Sozialsystem an.
Durch die verschärften Kontrollen sollen jährlich mindestens 100.000 Euro an Sozialleistungen eingespart werden. Die Behörden streben an, Betrug in dem betroffenen Gebäude und ähnlichen Immobilien deutlich zu reduzieren. Die Aktion ist Teil der fortlaufenden Bemühungen, Ausbeutung im Solinger Wohnungs- und Sozialwesen zu bekämpfen.
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