"Opferpopp 2.0": Ein Requiem für vergessene Jugendgeschichten und Alexander den Großen

Lara Lange
Lara Lange
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Das 20. Jahrhundert Theater in Detroit, Michigan, ein Gebäude mit Glaswänden und Namensschildern, umgeben von Bäumen und Strommasten mit Drähten, unter einem bewölkten Himmel.Lara Lange

"Opferpopp 2.0": Ein Requiem für vergessene Jugendgeschichten und Alexander den Großen

Immersives Theaterprojekt Opferpopp 2.0 – Ein Requiem feiert im März 2026 am Thalia Theater Halle Premiere

Im März 2026 eröffnet am Thalia Theater Halle die immersive Theaterinstallation Opferpopp 2.0 – Ein Requiem. Das Projekt greift die Geschichten junger Menschen aus einem Stück von 2007 auf, doch über ihr weiteres Leben ist kaum etwas bekannt. Die Veranstalter widmen die Produktion Alexander dem Großen, einem ehemaligen Ensemblemitglied, das 2025 verstorben ist.

Die zwölftägige Installation findet vom 5. bis 22. März im nt-Schaufenster statt, das für diesen Anlass zum Klubhaus Alexander der Große umgestaltet wird – ein Ort, der Ausstellung, Club und Performance verbindet. Jugendliche ab 14 Jahren sind eingeladen, sich zu beteiligen und sich mit Themen wie Ausgrenzung, Gewalt und gesellschaftlichen Zuschreibungen auseinanderzusetzen.

Das ursprüngliche Stück Opferpopp hatte 2007 Premiere und setzte auf Laiendarsteller, die persönliche Erfahrungen von Vernachlässigung und Entbehrung teilten. Fast zwei Jahrzehnte später sucht Opferpopp 2.0 – Ein Requiem nach Spuren der damaligen jungen Schauspieler. Doch es gibt keine öffentlichen Aufzeichnungen oder dokumentierten Lebenswege der Beteiligten – ihre Geschichten blieben unauffindbar.

Die Installation ist Teil der Reihe ERINNERN IST HEIMAT, die sich künstlerisch mit der jüngeren Geschichte Halles auseinandersetzt. Jeder Abend widmet sich einem anderen Thema und hinterfragt Klischees über "Problemkinder" sowie die langfristigen Folgen von Gewalt. Der temporäre Veranstaltungsort Klubhaus Alexander der Große ehrt Alexander den Großen, der an der ursprünglichen Produktion mitwirkte und im vergangenen Jahr verstarb.

Die Besucher können den Raum durchwandern und sich in Performances, Diskussionen und Ausstellungen einbringen. Die Macher des Projekts hoffen, lokale Jugendliche einzubinden und ihnen eine Plattform zu bieten, um über ähnliche Kämpfe und gesellschaftliche Wahrnehmungen zu reflektieren.

Die Installation läuft an zwölf Abenden, wobei jeder Termin einen bestimmten Aspekt von Jugendmarginalisierung beleuchtet. Durch die Einbindung junger Menschen soll das Projekt vergangene und gegenwärtige Erzählungen verbinden. Das Klubhaus Alexander der Große bleibt der Öffentlichkeit zugänglich – als Gedenkort und Raum für anhaltenden Dialog.

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