Waschbärhunde in Münster: Warum die invasiven Tiere zur Plage werden
Leni HerrmannWaschbärhunde in Münster: Warum die invasiven Tiere zur Plage werden
Zunahme von Wildtierkonflikten in Münster: Waschbären breiten sich in Wohngebieten aus
In Münster nehmen die Konflikte mit Wildtieren zu, da sich Waschbärhunde – ursprünglich aus Nordamerika stammend – zunehmend in der Nähe menschlicher Behausungen ansiedeln. Die invasiven Tiere verursachen Probleme, indem sie Dachböden, Schornsteine und Nebengebäude besetzen. Lokale Behörden und Jäger ergreifen nun Maßnahmen, um ihre wachsende Population einzudämmen.
Die Situation hat sich in den letzten Monaten verschärft. Seit Beginn der Jagdsaison am 1. April wurden allein im Kreis Münster über 70 Waschbärhunde erlegt. Im Vorjahr waren es 26 – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Jahr davor, als noch gar keine Tiere getötet worden waren.
Peter Westermann, Vorsitzender des örtlichen Jägerverbandes, warnt vor der rasanten Ausbreitung der Tiere. Viele Anwohner verschärften das Problem zusätzlich, indem sie Wildtiere fütterten und sie so dazu ermutigten, in der Nähe von Wohnhäusern zu bleiben. Zudem bedrohten Waschbärhunde heimische Wildtiere, indem sie Nester von Vögeln, Eichhörnchen und anderen Arten okkupierten.
Der Kreis hat reagiert und den Jägergruppen finanzielle Unterstützung zugesagt. Westermann betont, dass eine Kontrolle der Population unerlässlich sei, da sich die Waschbärhunde in den letzten Jahrzehnten in Deutschland fest etabliert hätten.
Die Bejagung soll Schäden an Eigentum verringern und die heimische Tierwelt schützen. Mit den zusätzlichen Mitteln wollen die Jäger ihre Bemühungen intensivieren. Gleichzeitig werden die Bürger aufgefordert, Wildtiere nicht zu füttern, um weitere Konflikte zu vermeiden.






