Nioh 3 überzeugt mit Open World und tiefem Kampfsystem – doch die Story enttäuscht
Leni HerrmannNioh 3 überzeugt mit Open World und tiefem Kampfsystem – doch die Story enttäuscht
Nioh 3 ist erschienen – mit starken Kritiken und einer Metacritic-Wertung von 86. Der neueste Teil der Action-Reihe von Team Ninja führt eine Open-World-Struktur ein, bewahrt dabei aber die markante Tiefe seines Kampfsystems. Kritiker loben die fesselnde Erkundung und die technische Ausgereiftheit, auch wenn es einige kleine Schwächen gibt.
Das Spiel erweitert sein Weltdesign, indem es Gebiete in "offene Zonen" unterteilt – Areale, die voller Nebenmissionen und versteckter Inhalte stecken. Rezensenten preisen diese Bereiche als organisch und lohnenswert für Entdecker. Allerdings wird die Hauptgeschichte oft als vergesslich abgetan und dient größtenteils nur als Füllmaterial zwischen den Kämpfen.
Der Kampf bleibt ein absolutes Highlight, nun mit zwei unterschiedlichen Spielstilen: Samurai und Ninja. Spieler können nahtlos zwischen beiden wechseln, was den ohnehin schon tiefgründigen, fähigkeitsbasierten Kämpfen noch mehr Abwechslung verleiht. Die Gegner- und Bosdesigns sind kreativ, wenn auch einige Kritiker Parallelen zu früheren Nioh-Titeln erkennen.
Das Charakterfortschrittssystem ist vielschichtig, mit Beutesystemen und neuen Qualitätsverbesserungen wie der automatischen Inventarverwaltung. Auf der PS5 läuft das Spiel hervorragend – im Performance-Modus mit stabilen 60 FPS und im Quality-Modus mit fast 4K-Auflösung. Damit übertrifft es viele Konkurrenten, darunter die vor dem Patch auftretenden Framerate-Einbrüche von Elden Ring oder Lies of P. PC-Spieler profitieren von einer guten Skalierbarkeit, doch es gibt vereinzelt Berichte über Ruckler, Probleme mit NVIDIA-Treibern und eine schwache Raytracing-Umsetzung, wie etwa von Digital Foundry und IGN dokumentiert.
Der Basispreis liegt bei 80 Euro.
Mit seiner fesselnden Welt und dem verfeinerten Kampfsystem hat sich Nioh 3 einen Platz unter den besten Vertretern seines Genres erkämpft. Zwar bremsen die schwache Story und einige technische Macken auf dem PC den Gesamteindruck, doch die Erkundung, die Gegnervielfalt und die starke Konsolenperformance heben das Spiel hervor. Wer nach einem anspruchsvollen Action-Erlebnis sucht, findet hier eine weitere starke Option.






