Weiße Ellipsen auf Straßen sollen Motorradfahrer vor tödlichen Kurven schützen
Lara LangeWeiße Ellipsen auf Straßen sollen Motorradfahrer vor tödlichen Kurven schützen
Deutschland weitet die Nutzung weißer elliptischer Straßenmarkierungen aus, um die Sicherheit von Motorradfahrern zu verbessern. Bis Ende 2024 sollen rund 1.200 Kilometer Bundes- und Landesstraßen damit ausgestattet sein – vor allem in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die Markierungen helfen Fahrern, gefährliche Kurven sicherer zu durchfahren, indem sie die Linienführung verbessern und die Geschwindigkeit reduzieren.
Die Maßnahme folgt erfolgreichen Tests in Österreich, wo ähnliche Markierungen an acht Unfallschwerpunkten die Verletzungsunfälle mit Motorrädern um 42 Prozent senkten. In Deutschland gab es auf einer Teststrecke mit den neuen Markierungen seit der Installation keine schweren Unfälle mehr.
Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer kündigte nun an, die Markierungen auf zwei weitere Strecken auszuweiten. Die RWTH Aachen wird die Erweiterung wissenschaftlich begleiten und mit Wärmebildkameras sowie KI die Auswirkungen analysieren. Die Markierungen wirken, indem sie Motorradfahrer optisch durch Kurven leiten, sicheres Kurvenfahren fördern und die Spurhaltung verbessern.
Ziel der Ausweitung ist es, Unfälle auf Straßen mit hohem Motorradrisiko zu verringern. Angesichts der bewährten Ergebnisse in Österreich und ersten positiven Erfahrungen in Deutschland könnten die Markierungen künftig zum Standard werden. Die Behörden werden ihre Wirksamkeit weiterhin durch laufende Studien überwachen.






