Wladimir Jurowski verlässt 2029 die Bayerische Staatsoper nach fast 20 Jahren
Niklas NeumannGeneralmusikdirektor Jurowski: Kein Plan für nach 2029 - Wladimir Jurowski verlässt 2029 die Bayerische Staatsoper nach fast 20 Jahren
Wladimir Jurowski bleibt bis 2029 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Sein zunächst um zwei Jahre verlängertes Engagement wurde später um ein weiteres Jahr verlängert. Der Dirigent bereitet sich nun auf einen Wechsel vor, nachdem er fast zwei Jahrzehnte in dieser Position gewirkt hat.
Seit 2012 leitet Jurowski die Münchner Institution und ist damit der 17. Direktor in ihrer 200-jährigen Geschichte. Er vertritt die Überzeugung, eine Organisation zu verlassen, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist – und dieser Moment rückt näher.
Jurowskis Entscheidung, 2029 zurückzutreten, spiegelt seine Haltung zu Führung und Erneuerung wider. Er hat sich oft über die Bedeutung von Wandel geäußert, sowohl für Einzelne als auch für Institutionen. Zu lange zu bleiben, so seine Argumentation, könne genauso schädlich sein wie zu früh zu gehen.
Der Dirigent bevorzugt es, sich auf die Gegenwart zu konzentrieren, statt starre Pläne für die Zukunft zu schmieden. Nach 2029 hat er keine festen Verpflichtungen, bleibt aber offen für neue Möglichkeiten. Ihm ist auch wichtig, in gutem Einvernehmen zu scheiden, um dauerhafte Verbindungen zu den Orten zu bewahren, an denen er gearbeitet hat.
Unterdessen bleibt Operndirektor Serge Dorny bis mindestens 2031 in seinem Amt. Die beiden Führungspersönlichkeiten haben eng zusammengearbeitet und die künstlerische Ausrichtung des Opernhauses geprägt. Jurowski beschreibt die Vorstellung eines Neuanfangs – mit einem unbeschriebenen Blatt – als belebend, eine Philosophie, die seinen Umgang mit Übergängen prägt.
Jurowskis Abschied 2029 markiert das Ende einer Ära für die Bayerische Staatsoper. Seine Amtszeit erstreckt sich über fast zwei Jahrzehnte, was ihn zu einem der am längsten amtierenden Direktoren der Institution macht. Während das Opernhaus einem neuen Kapitel entgegenblickt, bereitet sich Jurowski auf das vor, was als Nächstes kommt.