16 March 2026, 06:06

Doppelschlag in Lüdenscheid: Messerangriff und Krypto-Betrug erschüttern die Stadt

Ein Plakat mit fetter schwarzer Schrift, die "Diebe & Einbrecher Pinkerton's Police" auf einem weißen Hintergrund zeigt, umrandet von einem schmalen schwarzen Rand.

Doppelschlag in Lüdenscheid: Messerangriff und Krypto-Betrug erschüttern die Stadt

In den vergangenen Tagen hatte die Polizei in Lüdenscheid mit zwei schweren Vorfällen zu tun. Ein 39-jähriger Mann wurde festgenommen, nachdem er angeblich Mitarbeiter bedroht und in der Nähe des Rathauses Sachbeschädigung begangen haben soll. In einem separaten Fall wurde ein 53-jähriger Einwohner Opfer eines Kryptowährungsbetrugs und verlor dabei eine hohe Geldsumme an Betrüger.

Der erste Vorfall ereignete sich am Rathausplatz von Lüdenscheid. Ein 39-Jähriger soll dort mit einem Teppichmesser Werbeplakate zerschnitten haben. Als ihn Sicherheitskräfte zur Rede stellten, habe er sie laut Angaben bedroht und versucht, sie anzugreifen. Die Beamten nahmen ihn daraufhin wegen des Verdachts auf versuchten Angriff, Bedrohung und Sachbeschädigung fest.

Auch Kryptowährungsbetrug hält die Region in Atem. Ein 53-jähriger Ortsansässiger erhielt eine verdächtige WhatsApp-Nachricht, die ihn in die Falle lockte. Die Betrüger überredeten ihn, eine App zu installieren und in Kryptowährungen zu investieren. Sobald sie Zugriff auf seine persönlichen Daten hatten, tätigten sie unbefugte Abbuchungen von seiner Kreditkarte.

Dieser Fall steht für einen bundesweiten Trend. Zwischen 2024 und 2025 stiegen die Fälle von Krypto-Betrug laut Bundeskriminalamt (BKA) um etwa 40 Prozent – von 1.200 auf 1.680. Betrüger setzen zunehmend auf KI-generierte Deepfakes und Liebesbetrug, um ihre Opfer zu täuschen. Am häufigsten kommen jedoch Schneeballsysteme (45 Prozent) und gefälschte Wallets (30 Prozent) zum Einsatz. Während 60 Prozent der Geschädigten zwischen 30 und 50 Jahre alt sind, nehmen Angriffe auf Senioren über 60 zu, die mittlerweile 25 Prozent der Fälle ausmachen.

Der festgenommene Mann bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft. Der Betroffene des Kryptowährungsbetrugs muss unterdessen mit finanziellen Verlusten leben. Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, wachsam zu bleiben – insbesondere bei unerwarteten Nachrichten oder Investmentangeboten.

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