01 May 2026, 04:06

Willichs Stadtrat beschließt Haushalt 2026 einstimmig – doch die Sorgen bleiben groß

Schwarze und weiße Karte einer Stadt mit einem Fluss, beschriftet mit "Vorgeschlagenes S-Bahn-Projekt" auf der linken Seite, die Straßen, Autobahnen und andere Merkmale zeigt.

Willichs Stadtrat beschließt Haushalt 2026 einstimmig – doch die Sorgen bleiben groß

Willicher Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 in Rekordzeit – doch Sorgen bleiben

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt für 2026 in nur wenigen Stunden verabschiedet – alle Fraktionen stimmten dem Plan zu. Trotz der zügigen Entscheidung bestehen jedoch weiterhin Bedenken zur finanziellen Lage der Stadt, darunter ein Defizit von 25 Millionen Euro. Zudem gibt es Protest von Eltern, die gegen steigende Kita-Gebühren und die Streichung von Geschwisterermäßigungen aufbegehren.

Der Haushalt wurde einstimmig angenommen und tritt im Juli rechtlich in Kraft. Die Redebeiträge der Fraktionen blieben knapp – pro Rede waren nur fünf Minuten vorgesehen. Die Grünen unterstützten den Haushaltsentwurf, warnten jedoch, dass die finanzielle Situation der Stadt dringenden Handlungsbedarf erfordere.

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Auch die SPD stimmte dem Haushalt zu, betonte aber die Notwendigkeit einer Konsolidierung ohne zusätzliche Belastung für Familien. Kritisch äußerte sie sich zur Abschaffung des Deutschlandtickets für anspruchsberechtigte Studierende, während sie gleichzeitig die Bauturbo-Initiative zur Beschleunigung des sozialen Wohnungsbaus begrüßte. Zuvor hatte die Fraktion konkrete Sparvorschläge eingebracht, darunter Kürzungen bei nicht zwingend notwendigen Ausgaben.

Eltern in Willich hatten bereits im Vorfeld Unmut über die geplanten Erhöhungen der Kita-Gebühren und eine höhere jährliche Kostenanpassung geäußert. Unterstützung fanden ihre Bedenken beim Jugendhilfeausschuss, der sowohl die Geschwistergebühren-Regelung als auch die Gebührenerhöhungen ablehnte. Dennoch beschloss der Rat, die bestehende Geschwisterermäßigung beizubehalten und die jährliche Kostenanpassung dauerhaft festzuschreiben.

Die finanziellen Herausforderungen bleiben bestehen: Der Haushaltsentwurf weist ein Defizit von rund 25 Millionen Euro aus. Die Abhängigkeit der Stadt von Liquiditätskrediten nimmt weiter zu – die langfristige Stabilität ist damit fraglich.

Mit dem beschlossenen Haushalt 2026 zeigen sich alle Fraktionen zwar einig, doch die finanziellen Warnsignale bleiben. Die Kita-Gebühren steigen, Geschwisterrabatte fallen weg – für manche Familien bedeutet das höhere Belastungen. Nun steht die Stadt vor der Aufgabe, das wachsende Defizit zu bewältigen und gleichzeitig die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger sowie der kommunalen Dienstleistungen in Einklang zu bringen.

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