14 March 2026, 18:05

Verlorenes Münchner Kneipen-Flair kehrt als Kunstwerk zurück

Eine alte Zeitung mit einer Zeichnung des Hotels Victoria in München, Deutschland, umgeben von Menschen und Text.

Verlorenes Münchner Kneipen-Flair kehrt als Kunstwerk zurück

Ein Gemälde, das einst die Wände der legendären Münchner Kneipe Schwabinger 7 zierte, wird bald der Öffentlichkeit präsentiert. Das Werk des Künstlers Rupert Dorrer bewahrt ein Stück der Nachtlebensgeschichte der Stadt, noch bevor die Bar abgerissen wurde. Es wird am Montag, den 18. März, um 11 Uhr im Beisein von Bürgermeister Richard Richter in Bruckmühl enthüllt.

Das Schwabinger 7 war einst Münchens berühmteste Kneipe – ein Treffpunkt für Stammgäste und Einheimische. Nach der Schließung verwandelte der Künstler Rupert Dorrer eine der Wände in ein Mixed-Media-Gemälde. Mit den Maßen 140 cm Breite und 72 cm Höhe entstand das Werk aus einem Foto, das vor dem Abriss aufgenommen wurde.

Das Gemälde hing später im Denn's Biomarkt, der heute an der Stelle der ehemaligen Bar steht. Es dient als stille Erinnerung an den Wandel der Zeit und bildet einen Kontrast zum lebhaften Stammtisch im Grünen Eck in der Schwabinger Marktstraße. Noch heute treffen sich dort Dorrer und der ehemalige Wirt des Schwabinger 7, Gerd "Manila" Waldhauser.

Das Bild wird Teil von Dorrers Galerie in Bruckmühl, in der 140 Werke aus dem Landkreis Rosenheim von 1875 bis heute ausgestellt sind.

Unterdessen bleibt das Viertel um die Feilitzschstraße lebendig: Die Burgerkette Burgermeister, die bundesweit expandiert, hat dort mit Unterstützung der CITYJUNG Real Estate neue Räumlichkeiten angemietet.

Die Enthüllung des Gemäldes markiert ein neues Kapitel für Dorrers Werk und bewahrt ein Stück Münchner Vergangenheit. Das Bild wird in der Bruckmühler Galerie neben anderen historischen Werken zu sehen sein. Die Anwesenheit von Bürgermeister Richter unterstreicht die lokale Bedeutung des Ereignisses.

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