12 March 2026, 02:08

Uli Hoeneß provoziert mit harter Kritik an veganer Ernährung und Veganern

Ein Blatt mit Text und einem Bild, auf dem "Samuel Hack, Schweinehirt und Wurstmacher, Feine Bewdley Würste" steht.

Uli Hoeneß provoziert mit harter Kritik an veganer Ernährung und Veganern

Uli Hoeneß, ehemaliger Präsident des FC Bayern München und Wurstwarenunternehmer, hat mit seiner scharfen Kritik an veganer Ernährung eine Debatte ausgelöst. Er bezeichnete Veganer als "militant" in ihren Überzeugungen und behauptete, dass pflanzliche Ernährung langfristig zu gesundheitlichen Problemen führe. Seine Äußerungen kommen zu einer Zeit, in der der deutsche Markt für Fleischersatzprodukte in den letzten Jahren rasant gewachsen ist.

Hoeneß' Aussagen stehen im krassen Gegensatz zu den aktuellen Entwicklungen. Seit 2014, als Christian Rauffus, Geschäftsführer des pflanzlichen Wurstwarenherstellers Rügenwalder Mühle, traditionelle Würste mit Zigaretten verglich, hat der Markt für Fleischalternativen einen regelrechten Boom erlebt. Laut Statista stiegen die Umsätze von 18 Millionen Euro im Jahr 2014 auf über 1,5 Milliarden Euro bis 2023. Marken wie Beyond Meat und lokale Hersteller halten mittlerweile einen Marktanteil von 2–3 Prozent im Fleischsegment – angetrieben durch den wachsenden Veganismus und die Nachhaltigkeitspolitik der EU.

Der Wandel spiegelt sich in veränderten Verbrauchergewohnheiten wider. Zwischen 2014 und 2025 stieg der Anteil der Deutschen, die sich als vegan bezeichnen, von 1 auf 10 Prozent. Viele nennen gesundheitliche Gründe, Tierschutz und Umweltbedenken als Motivation, auf Fleisch zu verzichten. Studien bringen einen hohen Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung – Krankheiten, unter denen auch Hoeneß selbst leidet, darunter Herzprobleme und Bluthochdruck.

Die Tierrechtsorganisation PETA hat daraufhin Hoeneß eingeladen, an ihrem Programm Veganstart teilzunehmen. Unterdessen wird Hoeneß' Wurstwarenfirma HoWe Wurstwaren mittlerweile von seinen Kindern geführt – ein Zeichen für einen Generationswechsel im Familienunternehmen.

Hoeneß' Kritik unterstreicht den anhaltenden Konflikt zwischen der traditionellen Fleischindustrie und der wachsenden Bewegung für pflanzliche Ernährung. Da der Absatz von Fleischersatzprodukten weiter steigt, wird die Debatte über Gesundheit und Nachhaltigkeit kaum abebben. Seine Äußerungen lenken zudem den Blick auf seine eigene Krankengeschichte – und fügen der Diskussion damit eine weitere Ebene hinzu.

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