12 March 2026, 04:11

UKM Münster kämpft gegen wachsende Gewalt in Notaufnahmen durch Netzwerkbeitritt

Zwei Frauen in Schutzausrüstung, einschließlich Masken und Handschuhen, stehen in einem Krankenhausflur mit einer Tür auf der linken Seite, die mit Papieren bedeckt ist, und einem Tisch mit Gegenständen auf der rechten Seite, mit einem Foto Rahmen und Deckenleuchten im Hintergrund.

UKM Münster kämpft gegen wachsende Gewalt in Notaufnahmen durch Netzwerkbeitritt

Das Universitätsklinikum Münster (UKM) ist dem Präventionsnetzwerk Sicher am Arbeitsplatz von Nordrhein-Westfalen beigetreten, um der zunehmenden Aggression im Gesundheitswesen entgegenzuwirken. Der offizielle Beitritt im Januar 2026 folgt auf eine wachsende Zahl gewalttätiger Vorfälle mit Patienten und Angehörigen in deutschen Notaufnahmen. Polizeidirektorin Alexandra Dorndorf besuchte das UKM, um die Beitrittsvereinbarung zu unterzeichnen und damit das Engagement des Klinikums für sicherere Arbeitsbedingungen zu besiegeln.

Die Entscheidung des UKM fällt in eine Zeit, in der Krankenhäuser bundesweit vermehrt über verbale und körperliche Angriffe auf Mitarbeiter berichten. Das hauseigene Sicherheitsteam des Klinikums ist bereits für den Campus-Schutz, die Cybersicherheit sowie Risikopräventionsprogramme zuständig. Durch den Beitritt zum Netzwerk Sicher am Arbeitsplatz erhält das UKM nun Zugang zu gemeinsamen Präventionsstrategien und praxisnahen Lösungen im Umgang mit Gewalt am Arbeitsplatz.

Das Netzwerk wird von einer Taskforce geleitet, die beim Polizeipäsidium Münster angesiedelt ist. Es vernetzt öffentliche Einrichtungen, um bewährte Methoden der Konfliktvermeidung auszutauschen. Das UKM wird eigene Initiativen einbringen, darunter das SAFER-Projekt, das gewaltfreie Kommunikation in Hochstressbereichen wie Operationssälen und Intensivstationen fördert.

Der Netzwerkbeitritt steht im Einklang mit den übergeordneten Zielen des UKM: dem Schutz der Beschäftigten und der Förderung einer Kultur des Respekts. Die Klinik-Sicherheitsabteilung wird mit dem Netzwerk zusammenarbeiten, um Sicherheitsprotokolle und Schulungsprogramme für Mitarbeiter weiterzuentwickeln.

Die Partnerschaft ermöglicht es dem UKM, erprobte Maßnahmen zur Reduzierung von Aggression am Arbeitsplatz zu übernehmen. Die Belegschaft erhält verstärkte Unterstützung, während das Klinikum sein bestehendes Sicherheitskonzept ausbaut. Die Ressourcen des Netzwerks sollen dem UKM helfen, die spezifischen Herausforderungen in Notfall- und Intensivmedizin besser zu bewältigen.

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