Streiks im Nahverkehr: Eltern kämpfen um Schulweg ihrer Kinder in NRW
Leni HerrmannStreiks im Nahverkehr: Eltern kämpfen um Schulweg ihrer Kinder in NRW
Streiks im Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen erschweren den Schulbesuch
Während Eltern verzweifelt nach Lösungen suchen, beharren die Behörden darauf, dass der Präsenzunterricht trotz der Herausforderungen aufrechterhalten werden muss. Das Bildungsministerium des Landes hat Anträge auf Distanzunterricht während der Streikzeiten abgelehnt – die Familien müssen sich selbst behelfen.
Der jüngste Streik, der für Freitag angesetzt ist, zwingt viele Eltern, ihre Tagesabläufe umzukrempeln. Manche passen ihre Arbeitszeiten an oder organisieren Fahrgemeinschaften, um ihre Kinder zur Schule zu bringen. Andere, insbesondere Alleinerziehende oder Haushalte ohne Alternativen, fordern stattdessen Online-Unterricht während der Arbeitsniederlegungen.
Schulleitungen jedoch unterstützen die geltenden Regeln. Eine Schulleiterin betonte, Präsenzunterricht sei die einzige praktikable Lösung – selbst wenn Streiks vorher angekündigt werden. Das Bildungsministerium stimmt zu und lehnt Vorschläge für Distanzlernen ab, selbst für ältere Schülerinnen und Schüler.
Der Nahverkehrsbetreiber MoBiel hat zugesagt, Schulverbindungen während des Freitagstreiks priorisiert zu bedienen. Dennoch liegt die Verantwortung bei den Eltern, ihre Kinder zur Schule zu bringen. Trotz der wiederkehrenden Probleme hat in den vergangenen fünf Jahren keine Schule in der Region offiziell beantragt, während Verkehrsstreiks auf Online-Unterricht umzustellen.
Da Distanzlernen keine Option ist, müssen sich die Familien selbst behelfen. Die Haltung des Ministeriums bleibt unnachgiebig: Die Schulpflicht besteht – unabhängig von Verkehrsbehinderungen. Bis auf Weiteres sind Eltern und Schulen auf sich allein gestellt, während die Streiks anhalten.






