27 June 2026, 14:04

Solingen und Niederlande tauschen Lösungen für Integration ukrainischer Geflüchteter aus

Delegation aus den Niederlanden besuchte das Solinger Jobcenter

Solingen und Niederlande tauschen Lösungen für Integration ukrainischer Geflüchteter aus

Eine niederländische Delegation besuchte kürzlich Solingen, um über die Integration ukrainischer Geflüchteter in den lokalen Arbeitsmarkt zu sprechen. Die Gruppe, zu der Vertreter niederländischer Ministerien und des Landes Nordrhein-Westfalen gehörten, traf sich mit örtlichen Behörden, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Herausforderungen zu erörtern. Solingen hat seit Beginn der Ukraine-Krise über 1.750 Geflüchtete aufgenommen, von denen noch fast 1.400 in der Stadt leben.

Jan Welzel, Leiter des Sozial- und Rechtsamts in Solingen, stellte die aktuelle Lage der Stadt auf Niederländisch vor. Er betonte die finanzielle Belastung deutscher Kommunen, die den Großteil der Kosten für Unterbringung und Integration der Geflüchteten tragen. Von den in Solingen lebenden Ukrainerinnen und Ukrainern erhalten 1.240 Personen Bürgergeld über das örtliche Jobcenter.

Die Delegation präsentierte erfolgreiche niederländische Ansätze, darunter Kooperationen zwischen niederländischen und ukrainischen Psychologinnen und Psychologen zur psychologischen Betreuung. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Sprachkurse, der Zugang zu medizinischer Versorgung, Kinderbetreuung, schulische Integration sowie die Vermittlung in Arbeit. Aktuell besuchen 394 ukrainische Geflüchtete in Solingen Deutschkurse.

Eine Umfrage ergab, dass 37 Prozent der ukrainischen Geflüchteten planen, dauerhaft oder für mehrere Jahre in Deutschland zu bleiben, während 34 Prozent nur bis zum Ende des Krieges bleiben möchten. Die Anerkennung ukrainischer akademischer und beruflicher Abschlüsse wurde als anhaltendes Hindernis genannt.

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Der Besuch unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Integrationsherausforderungen. Beide Seiten tauschten praktische Lösungen aus, insbesondere in den Bereichen Gesundheitsversorgung und Beschäftigung. Die Gespräche zielen darauf ab, die Unterstützungssysteme für Geflüchtete in Solingen und darüber hinaus zu verbessern.

Quelle