Solingen ehrt die vergessenen "Mütter des Grundgesetzes" in neuer Ausstellung
Leni HerrmannSolingen ehrt die vergessenen "Mütter des Grundgesetzes" in neuer Ausstellung
Ausstellung in Solingen ehrt vier Frauen, die das Grundgesetz prägten
Aktuell würdigt eine Ausstellung in Solingen den Beitrag von vier Frauen, die maßgeblich an der Entstehung des deutschen Grundgesetzes mitwirkten. Unter dem Titel „Die Mütter des Grundgesetzes“ ist die Schau noch bis zum 22. Juni im Kulturzentrum der Stadt zu sehen – und erinnert damit an das 74-jährige Jubiläum des Inkrafttretens der Verfassung.
Der Parlamentarische Rat, der 1949 das Grundgesetz ausarbeitete, zählte 65 Mitglieder – darunter nur vier Frauen: Helene Wessel (Zentrumspartei), Helene Weber (CDU), Frieda Nadig und Elisabeth Selbert. Besonders Selbert setzte sich entscheidend für Artikel 3, Absatz 2 ein, der die Gleichberechtigung von Männern und Frauen garantiert.
Die Ausstellung ist Teil der Reihe „Frauen! Macht! Politik!“ und wird vom Solinger Büro für Gleichstellung sowie der Bergischen Volkshochschule (VHS) organisiert. Sie befindet sich im Verwaltungsflügel links vom VHS-Forum im dritten Obergeschoss des Kulturzentrums (Mummstraße 10). Besucherinnen und Besucher können die Schau montags bis freitags zwischen 10:00 und 18:00 Uhr besichtigen – der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung rückt den oft unterschätzten Einfluss dieser vier Frauen in der deutschen Rechtsgeschichte ins Licht. Bis zum 22. Juni bietet sie Einblicke in ihre Arbeit am Grundgesetz. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Besuch ist kostenlos.
