06 May 2026, 14:13

"Scientology-Speedrun"-Trend alarmiert deutsche Sicherheitsbehörden nach TikTok-Challenge

Aufsteigen im Sektenhaus

"Scientology-Speedrun"-Trend alarmiert deutsche Sicherheitsbehörden nach TikTok-Challenge

TikTok-Trend „Scientology-Speedrun“ erreicht Deutschland – Sicherheitsbehörden alarmiert

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Ein auf TikTok verbreiteter Trend namens Scientology-Speedrun hat von den USA aus auch Deutschland erreicht und sorgt für Sicherheitsbedenken. Bei der Challenge stürmen vor allem junge Menschen Scientology-Zentren, als handele es sich um Levels eines Computerspiels. Bereits am vergangenen Wochenende griff die Polizei in Berlin ein, nachdem eine Gruppe versucht hatte, in ein Gebäude der Sekte einzudringen.

Ursprünglich in den USA entstanden, besteht der Trend darin, dass Teilnehmer in Scientology-Kirchen eindringen und versuchen, möglichst weit ins Innere vorzudringen. Die Stockwerke werden dabei als „Levels“ betrachtet, Sicherheitskräfte als nicht spielbare Charaktere (NPCs) aus einem Videospiel. Einige US-amerikanische Standorte haben bereits ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

In Deutschland fand der erste dokumentierte Versuch am Scientology-Zentrum in der Otto-Suhr-Allee in Charlottenburg statt. Eine Berliner Bloggerin mit dem Account @larahertha hatte die Aktion organisiert, wurde jedoch bei ihrer Ankunft von der Polizei erwartet. Unbefugtes Betreten kann in solchen Fällen nach deutschem Recht mit Geldstrafen oder sogar Haftstrafen von bis zu einem Jahr geahndet werden.

Scientology, das in Deutschland rund 3.600 Mitglieder zählt, verfolgt das Ziel, seine Lehren zu verbreiten und sogenannte „Clears“ zu schaffen – Menschen, die laut der Organisation durch ihre Methoden „Vollkommenheit“ erreicht haben sollen. In Online-Foren wird mittlerweile spekuliert, dass als nächstes Ziel der Bundestag infrage kommen könnte, auch wenn es dafür bisher keine bestätigten Versuche gibt.

Die deutschen Behörden beobachten die Entwicklung genau, während der Trend an Aufmerksamkeit gewinnt. Das Hausrecht gilt für alle, die ohne Erlaubnis in Scientology-Gebäude oder andere geschützte Einrichtungen eindringen. Die mögliche Ausweitung der Challenge auf Regierungsgebäude wirft zusätzliche Fragen zur öffentlichen Sicherheit und zu rechtlichen Konsequenzen auf.

Quelle