Rheinmetall liefert Millionenwertige Artilleriegranaten an die Ukraine – und testet neue Marschflugkörper
Lea WagnerRheinmetall liefert Millionenwertige Artilleriegranaten an die Ukraine – und testet neue Marschflugkörper
Rheinmetall erhält neuen Auftrag zur Lieferung von Artilleriegranaten und Treibladungen an die Ukraine
Der Vertrag im Wert von mehreren hundert Millionen Euro markiert eine weitere Ausweitung der Rüstungsproduktion des Konzerns.
Die Fertigung für den Auftrag ist bereits im spanischen Werk von Rheinmetall angelaufen. Der finanzielle Wert des Geschäfts wird im zweiten Quartal 2026 verbucht, die Auslieferung soll bis zum ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein.
Als einer der größten europäischen Rüstungskonzerne hat Rheinmetall seine Produktion deutlich hochgefahren, um den steigenden Verteidigungsbudgets der NATO gerecht zu werden. Seit dem russischen Großangriff auf die Ukraine hat das Unternehmen seine Aktivitäten rasant ausgebaut und dringt in neue Rüstungsbereiche vor.
In einer weiteren Entwicklung arbeitet Rheinmetall mit dem Schweizer Unternehmen Destinus an der RUTA Block 3, einer Marschflugkörper-Variante mit einer Reichweite von bis zu 2.000 Kilometern. Die Ukraine dient als Testgebiet für das System; erste Flugtests sind für 2027 geplant.
Der neue Artillerieauftrag unterstreicht Rheinmetalls wachsende Rolle in der europäischen Verteidigung. Der Konzern baut seine Produktionskapazitäten und technologischen Fähigkeiten weiter aus – das RUTA-Block-3-Projekt soll in den kommenden Jahren in die Erprobung gehen. Beide Vorhaben spiegeln die Reaktion des Unternehmens auf die gestiegene Nachfrage im Sicherheitssektor wider.
