Remscheid erklärt der Poser-Szene mit neuem Parkplatzverbot den Kampf
Remscheid will "Poser-Szene" mit neuem Verbot von öffentlichen Parkplätzen verdrängen
Die Stadt Remscheid plant eine neue Regelung, um Autofans davon abzuhalten, sich auf öffentlichen Parkplätzen zu versammeln. Das geplante Verbot richtet sich gegen die sogenannte Poser-Szene, die durch laute Treffen und ruppiges Verhalten auffällt. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 1.000 Euro.
Der aktuelle Vorstoß folgt auf einen gescheiterten Versuch vor drei Jahren. Diesmal soll der Antrag am Donnerstag, dem 2. Oktober 2025, dem Stadtrat vorgelegt werden. Die Regelung würde der Polizei ermöglichen, Zusammenkünfte aufzulösen und Strafen zu verhängen.
Anwohner klagen seit Langem über die Belästigungen durch diese Gruppen. Lauter Musik, aufheulende Motoren und quietschende Reifen gehören zum Alltag – bei einigen Treffen wurden bis zu 40 getunte Fahrzeuge gezählt. Das Ordnungsamt hat wiederholte Störungen in den betroffenen Gebieten dokumentiert.
Auch private Parkplatzbesitzer sollen eine Rolle spielen: Die Stadt erwägt, ihnen eine direkte Leitungsverbindung zur Polizei einzurichten, um Verbote auf ihren Grundstücken schneller durchzusetzen. Stadträtin Barbara Reul-Nocke nannte weitere Maßnahmen wie die Installation von Bodenschwellen und Schlafpolizisten auf Straßen, die häufig von Posern genutzt werden.
Der Antrag wird im nächsten Monat im Stadtrat beraten. Bei einer Zustimmung könnte das Verbot kurz darauf in Kraft treten – die Bußgelder sollen abschreckend wirken. Die Stadt hofft, so nächtliche Ruhestörungen zu verringern und die Lebensqualität der Anwohner zu verbessern.






