Reizgas-Raub in Meerbusch: Verkauf über Online-Plattform endet in brutaler Schlägerei
Niklas NeumannReizgas-Raub in Meerbusch: Verkauf über Online-Plattform endet in brutaler Schlägerei
Raubüberfall mit Reizgas in Meerbusch am Montagabend
Am Montagabend kam es in Meerbusch zu einem Raubüberfall unter Einsatz von Reizgas. Ein 20-jähriger Ortsansässiger wurde dabei Opfer, als er über eine Online-Plattform ein Handy verkaufte. Der Vorfall hat zu polizeilichen Ermittlungen und wechselseitigen Anzeigen beider Parteien geführt.
Der Überfall ereignete sich gegen 21:20 Uhr am 24. Februar in der Straße Im Schieb im Stadtteil Lank-Latum. Zwei unbekannte Täter – einer davon ein etwa 17-jähriger Jugendlicher mit arabischem Erscheinungsbild, der eine schwarze Parajumpers-Jacke, hellblaue Jeans und einen Ziegenbart trug – setzten Reizgas ein, um das Opfer zu überwältigen. Schwerwiegende Verletzungen gab es vor Ort nicht.
Noch in derselben Nacht, gegen 23:30 Uhr, stellte der Geschädigte gemeinsam mit fünf Bekannten einen der mutmaßlichen Täter am Busbahnhof Haus Meer in Büderich. Es kam zu einer Schlägerei, bei der der Verdächtige – ein 20-jähriger Deutsch-Filipino – mit Schlägen, Tritten und möglicherweise einem Besenstiel attackiert wurde. Auch die Mutter und die Schwester des Opfers, die am Tatort eintrafen, wurden vom Reizgas betroffen.
Der Beschuldigte wurde zur Blutentnahme auf eine Polizeidienststelle gebracht und später wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittler suchen weiterhin nach dem zweiten Beteiligten des ursprünglichen Raubüberfalls.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Beide Seiten haben sich gegenseitig wegen schwerer Körperverletzung und schweren Raubes angezeigt. Zeugen werden gebeten, sich unter der Nummer 02131 3000 bei der Polizei zu melden.
