Razzien in NRW: Behörden decken illegale Beschäftigung und Menschenhandel in Gastronomie auf
Leni HerrmannRazzien in NRW: Behörden decken illegale Beschäftigung und Menschenhandel in Gastronomie auf
Behörden in Nordrhein-Westfalen haben Kontrollen zur Bekämpfung von Menschenhandel und illegaler Beschäftigung durchgeführt. Das Hauptzollamt Aachen beteiligte sich an europaweiten Aktionstagen und überprüfte Dutzende Beschäftigte in lokalen Gastronomiebetrieben. Dabei wurden mehrere Verstöße aufgedeckt.
Die Überprüfungen fanden im September 2023 im Rahmen einer größeren europäischen Initiative statt. Zwischen dem 11. und 17. September schlossen sich 31 Länder unter der Koordination von Europol zusammen, um Arbeitsausbeutung und Menschenhandel zu bekämpfen. In Deutschland lag der Fokus auf Restaurants und Imbissen in Aachen, Euskirchen und Heinsberg.
Insgesamt wurden 56 Personen in 13 verschiedenen Betrieben kontrolliert. Davon wurden 20 Personen eingehend auf ihre Identität überprüft. Die Ermittlungen führten zur Einleitung von 17 Verfahren wegen unterschiedlicher Delikte.
Sechs Ermittlungsverfahren wurden wegen illegalen Aufenthalts eingeleitet, vier weitere betrafen die Beihilfe zu solchen Verstößen. Allein in Euskirchen wurden drei Strafanzeigen wegen ähnlicher Delikte erstattet. Fünf weitere Untersuchungen drehten sich um Verstöße gegen den Mindestlohn, drei Fälle betrafen Lohnbetrug oder Untreue. Bei zwei weiteren Kontrollen wurden Verstöße gegen die korrekte Arbeitszeiterfassung festgestellt.
Während der Aktion wurde zudem eine gesuchte Person identifiziert, die aufgrund eines Haftbefehls der Polizei übergeben wurde.
Die Kontrollen führten zu mehreren rechtlichen Maßnahmen gegen Unternehmen und Einzelpersonen. Die Behörden bestätigten, dass die Verstöße illegale Beschäftigung, Lohnbetrug und Nichteinhaltung von Arbeitsgesetzen umfassten. Die Ergebnisse werden nun über die zuständigen rechtlichen Kanäle weiterverfolgt.






