05 April 2026, 04:05

Machtkampf im BfF: Hunko oder Geisel – wer führt Nordrhein-Westfalens Partei in die Zukunft?

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die die politischen Grenzen zeigt, auf altem Papier mit Text oben und unten gedruckt.

Machtkampf im BfF: Hunko oder Geisel – wer führt Nordrhein-Westfalens Partei in die Zukunft?

Das Bündnis für Fortschritt (BfF) in Nordrhein-Westfalen steht vor der Wahl eines neuen Landesvorsitzenden. Die Mitglieder müssen sich zwischen zwei Kandidaten entscheiden: Thomas Geisel und Andrej Hunko. Die Entscheidung wird die Ausrichtung der Partei in den kommenden Monaten prägen.

Andrej Hunko hat sich als Favorit positioniert, unterstützt von der Jugendorganisation des BfF und der Landesgeschäftsführung. Sein Wahlkampf konzentriert sich auf eine konsequente Friedenspolitik, die bei den Parteimitgliedern zunehmend Anklang findet. Ein Erdrutschsieg Hunkos gilt als wahrscheinlich – Beobachter gehen davon aus, dass dies weitere interne Debatten ersticken würde.

Thomas Geisel, ehemaliger Düsseldorfer Oberbürgermeister und aktuell BfF-Abgeordneter im Europäischen Parlament, vertritt einen anderen Ansatz. Er präsentiert sich als Realpolitiker, der auf innerparteiliche Reformen setzt. Seine Chancen erscheinen jedoch gering – nicht nur wegen seiner Rolle in der Partei, sondern auch aufgrund des Widerstands des BfF gegen interne Opposition. Analysten zweifeln zudem daran, dass er konstruktiv mit Amid Rabieh, dem anderen Parteivorsitzenden, zusammenarbeiten könnte.

Ein möglicher Sieg Hunkos würde den Einfluss des Sahra-Wagenknecht-Flügels innerhalb des BfF weiter stärken. Doch ihr langfristiger Erfolg bleibt ungewiss, angesichts ihrer durchwachsenen Bilanz sowohl in der Linken als auch im BfF.

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Die Abstimmung über die Parteiführung wird zeigen, ob sich das BfF in Nordrhein-Westfalen eher an Hunkos friedenspolitischer Agenda oder Geisels reformorientiertem Kurs ausrichtet. Mit Hunko als wahrscheinlichem klaren Sieger scheint die Marsroute der Partei vorgegeben – doch wie sich Wagenknechts Einfluss langfristig auswirken wird, bleibt abzuwarten.

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