Obdachlosigkeit in Mönchengladbach erreicht 2025 neuen Höchststand mit 221 Betroffenen
Lara LangeObdachlosigkeit in Mönchengladbach erreicht 2025 neuen Höchststand mit 221 Betroffenen
Obdachlosigkeit in Mönchengladbach steigt – 221 Menschen ohne festen Wohnsitz im Jahr 2025
In Mönchengladbach hat die Zahl der Obdachlosen zugenommen: 2025 lebten 221 Menschen ohne dauerhafte Unterkunft in der Stadt. Das entspricht einem Anstieg von fast neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, hat die Stadt ihre Notunterkünfte ausgebaut und bietet rund um die Uhr Unterstützung für Hilfebedürftige an.
Zwei zentrale Einrichtungen sind mittlerweile in Betrieb: Die Männer-Notunterkunft in der Breiten Straße nahm im vergangenen Jahr 244 Personen auf und stellt bis zu 70 Schlafplätze gleichzeitig bereit. Die Frauen- und Familienunterkunft im Luisental unterstützte 125 Menschen, darunter 29 Familien.
Beide Einrichtungen bieten sichere und geschützte Unterkünfte mit einem vollständigen Betreuungsteam. Verwaltungsmitarbeiter, Hausmeister, Sozialarbeiter, Pädagogen und medizinisches Personal sind vor Ort im Einsatz, um die Bewohner zu begleiten. Trotz dieser Maßnahmen steigt die Zahl der Obdachlosen, die auf eine Unterkunft angewiesen sind, weiter an.
Als Gründe für die Obdachlosigkeit nennen Stadtvertreter eine Mischung aus wirtschaftlichen Notlagen, sozialen Problemen und gesundheitlichen Belastungen. Besonders Familienunterkünfte stehen vor zusätzlichen Herausforderungen: Sie benötigen mehr Platz, da die Familiengrößen variieren, und es mangelt an langfristigen Wohnlösungen.
Mönchengladbach plant, die Hilfssysteme weiter auszubauen. Ziel ist es, bestehende Programme zu stärken und klarere Wege in dauerhaftes Wohnen für Betroffene zu schaffen.
Die städtischen Unterkünfte leisteten 2025 Hunderten Menschen wichtige Hilfe – doch der Bedarf wächst weiter. Angesichts der steigenden Obdachlosenzahlen bleibt die Stadt darauf fokussiert, das Angebot zu erweitern und den Zugang zu stabilen Wohnverhältnissen zu verbessern. Die Herausforderung besteht nun darin, aus kurzfristiger Unterstützung nachhaltige Lösungen zu entwickeln.






