Neustart in Solingen: Modernisiertes Wohngruppenhaus für Kinder in Not eröffnet
Lea WagnerNeustart in Solingen: Modernisiertes Wohngruppenhaus für Kinder in Not eröffnet
LVR-Jugendhilfe Rheinland eröffnet saniertes Wohngruppenhaus in Solingen
Die LVR-Jugendhilfe Rheinland hat ein vollständig renoviertes Wohngruppenhaus in Solingen eröffnet. Das als Gebäude 17 bekannte Haus nimmt nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten nun junge Menschen mit komplexen Förderbedarfen auf. Ziel des Projekts war es, die Räumlichkeiten zu modernisieren, dabei aber die ursprüngliche Baustruktur zu erhalten.
Errichtet in den 1980er-Jahren, begann die umfassende Sanierung von Gebäude 17 im Jahr 2020 unter der Leitung der LVR-Bauabteilung und des Kölner Architekturbüros Schumann. Die Arbeiten umfassten ein neues Dach, eine erneuerte Fassade, Leitungsmodernisierungen sowie Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz.
Das Projekt verzögerte sich jedoch aufgrund unerwarteter Bauschäden, der Pandemie und gestiegener Materialkosten durch den Krieg in der Ukraine. Trotz dieser Rückschläge beherbergt die Einrichtung nun zwei Wohngruppen, in denen jeweils bis zu acht Kinder oder Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren leben können. Diese jungen Menschen benötigen intensive Unterstützung bei Entwicklungsverzögerungen, Bindungsstörungen oder schweren Verhaltensauffälligkeiten.
Jede Bewohnerin und jeder Bewohner verfügt über ein Einzelzimmer mit eigenem Bad. Zudem gibt es im Haus integrierte Klassenzimmer, Werkstätten und einen gesicherten Innenhof für Spiel und Sport. Ben Repp, Leiter der Einrichtung Halfeshof, zeigte sich erleichtert, dass die Kinder und Jugendlichen endlich einziehen konnten.
Das neu sanierte Wohngruppenhaus ist nun in Betrieb und bietet maßgeschneiderte Lebens- und Lernräume für besonders vulnerable junge Menschen. Die Modernisierung sorgt für bessere Bedingungen für die Bewohnerinnen und Bewohner – bei gleichzeitiger Bewahrung des ursprünglichen Gebäudecharakters.
