Neue Verkehrsgesellschaft startet mit Hybridbussen im Kreis Herford
Neuer Verkehrsbetreiber übernimmt Buslinien im Kreis Herford
Die Verkehrsgesellschaft Kreis Herford (VKH), die Anfang 2024 gegründet wurde, startet zum nächsten Schuljahr mit der Linie 463 in den Regelbetrieb. Mit der Übernahme soll die lokale Mobilität verbessert und gleichzeitig die Emissionsbilanz der Region optimiert werden.
Die VKH wurde vom Kreis Herford ins Leben gerufen, um den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in weiten Teilen des Gebiets zu steuern – mit Ausnahme der Stadt Herford und der Gemeinde Bünde. Landrat Jürgen Müller betonte, das Unternehmen werde Innovationen vorantreiben, das Angebot ausbauen und so die Klimaziele des Kreises unterstützen. Geplant sind unter anderem emissionsfreie Fahrzeuge und ein attraktiveres Liniennetz, um mehr Fahrgäste zu gewinnen.
Als erste Strecke wechselt die Linie 463, die Schülerinnen und Schüler der Städtischen Realschule und des Widukind-Gymnasiums in Enger bedient, unter die Regie der VKH. Aktuell verkehren auf der Verbindung vier Busse in fünf Varianten und verbinden die Ortsteile Enger-Siele, Enger-Herringhausen und Enger-Oldinghausen. Für die Linie hat die VKH bereits einen neuen hybriden Gelenkbus von Mercedes-Benz angeschafft, der bis zu 148 Passagiere befördern kann.
Hintergrund des Wechsels sind die steigenden Kosten, mit denen private Verkehrsunternehmen zu kämpfen haben. Wie VKH-Geschäftsführer Andreas Warnecke erläuterte, könnten viele Betreiber die lokalen Linien nicht mehr wirtschaftlich bedienen. Clemens Hoffstätter, Leiter des Verkehrsressorts in Enger, begrüßte die Übernahme, die auch die Linie 256 umfasst.
Ab August 2026 werden die Busse der VKH schrittweise auf den Straßen des Kreises erscheinen. Die Umstellung erfolgt etappenweise, sobald die bestehenden Verträge mit den bisherigen Anbietern auslaufen. Die Übernahme der Linie 463 markiert den Auftakt für die schrittweise Expansion der VKH im gesamten Kreisgebiet. Mit modernen Fahrzeugen und einem Fokus auf Nachhaltigkeit soll der lokale Nahverkehr neu gestaltet werden – mit Auswirkungen auf tausende Pendler, darunter Schüler und Anwohner in Enger.






