26 March 2026, 10:06

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhlmoderatorin im deutschen Fernsehen Barrieren

Ein Mann im Rollstuhl ist von Reportern mit Kameras, Mikrofonen und Handys umgeben.

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhlmoderatorin im deutschen Fernsehen Barrieren

Mirjam Kottmann hat Geschichte geschrieben: Sie ist die erste Nachrichtenmoderatorin im deutschen Fernsehen, die im Rollstuhl sitzt. Die Journalistin, die mit Multipler Sklerose lebt, wechselte Anfang dieses Jahres zum Bayerischen Rundfunk (BR24). Ihre Berufung markiert einen bedeutenden Moment für die Repräsentation in den deutschen Medien.

Kottmann begann ihre Karriere 1997 beim Bayerischen Rundfunk. Im Laufe der Jahre arbeitete sie als Reporterin für die ARD-Studios in Rom und Wien. Zudem trug sie zur Sendung Rundschau bei und moderierte die Radiosendung Leben mit Behinderung.

Nach einem erfolgreichen Vorsprechen und einer Probezeit sicherte sie sich die freie Moderationsposition bei BR24. Seit dem 12. Februar präsentiert sie die Nachrichtensendungen des Senders um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr. Ihre Präsenz auf dem Bildschirm verleiht Menschen mit körperlichen Behinderungen Sichtbarkeit – in einem Bereich, in dem solche Repräsentation nach wie vor selten ist.

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Kottmanns Weg inspiriert bereits viele. Als Fachfrau mit Multipler Sklerose bringt sie sowohl Erfahrung als auch eine besondere Perspektive in ihre Rolle ein. Ihre Arbeit stellt langjährige Barrieren im Fernsehjournalismus infrage.

Mittlerweile leitet sie die wichtigsten Nachrichtensendungen bei BR24 und setzt damit ein Zeichen für Inklusion im deutschen Fernsehen. Ihre Karriere zeigt, wie Zugänglichkeit und professionelle Exzellenz Hand in Hand gehen können. Der Schritt unterstreicht zudem die anhaltenden Bemühungen, die Medienvielfalt in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu stärken.

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