Erster Castor-Transport seit 30 Jahren erreicht Atommüll-Zwischenlager in Ahaus
Leni HerrmannErster Castor-Transport seit 30 Jahren erreicht Atommüll-Zwischenlager in Ahaus
Ein Transport mit atomarem Abfall erreichte in den frühen Morgenstunden des Mittwochs das Zwischenlager in Ahaus. Es handelte sich um den ersten Transport eines Castor-Behälters seit fast drei Jahrzehnten. Für die Sicherheit während der Aktion setzten die Behörden mehr als 2.400 Einsatzkräfte ein.
Der Konvoi brach gegen 10 Uhr vom Forschungszentrum Jülich auf. Unter strenger Bewachung – darunter Strahlenschutzteams, Anti-Drohnen-Einheiten und Spezialkräfte – legte er die Strecke zurück. Auf dem Weg wurde die Zufahrtsstraße zum Lager für den übrigen Verkehr gesperrt.
Der Behälter traf ohne Zwischenfälle sicher ein. Dennoch stieß der Transport auf Widerstand: Atomkraftgegner protestierten vor den Toren der Anlage. Oppositionspolitiker kritisierten den Transport im Nachhinein scharf; einige forderten eine neue Lösung für die Zwischenlagerung.
Bei diesem Transport handelte es sich um den 38. Castor-Behälter, der von den Kernkraftwerken Neckarwestheim und Gundremmingen nach Ahaus gebracht wurde. Die Landesregierung bestätigte, dass weitere Transporte in Zukunft geplant sind.
Die Ankunft des Atommülls wurde von strengen Sicherheitsvorkehrungen und öffentlichem Protest begleitet. Die Behörden bestätigten, dass der Transport reibungslos verlief. Weitere Lieferungen sind im Rahmen der laufenden Entsorgungsmaßnahmen für nuklearen Abfall zu erwarten.






