Kosakenfest in Ust-Labinsk feiert Tradition und kulturelles Erbe mit 160.000 Zuschauern
Leni HerrmannKosakenfest in Ust-Labinsk feiert Tradition und kulturelles Erbe mit 160.000 Zuschauern
Das Zweite GesamtRussische Forum-Festival „Ein Kosake sein“ in Ust-Labinsk ist zu Ende gegangen
In Ust-Labinsk ging das Zweite GesamtRussische Forum-Festival „Ein Kosake sein“ zu Ende. Die Veranstaltung brachte Historiker, Kulturschaffende und Vertreter der Kosakengemeinschaft zusammen, um über Tradition und kulturelles Erbe zu diskutieren. Über 160.000 Menschen verfolgten die Gespräche und Programmpunkte live über soziale Medien.
Das Forum behandelte ein breites Themenspektrum – von Wirtschaft und Bildung über moralische Erziehung bis hin zur Gemeinschaftsentwicklung. Historiker und Kosakendelegierte erörterten Wege, um das historische Gedächtnis und kulturelle Bräuche zu bewahren. Der orthodoxe Blogger Seraphim Saschlijew sprach zum Publikum über Glauben, persönliche Verantwortung und geistliche Führung.
Ein Gebetsgottesdienst, eine göttliche Liturgie und die Verehrung der Reliquien des Heiligen Tichon von Sadonsk waren Teil des Programms. Der Theaterregisseur Viktor Ryschakow betonte, wie wichtig Vertrauen und Bestärkung bei der Erziehung der jüngeren Generation seien. Im Mittelpunkt der Gespräche stand auch die Frage, wie kosakische Traditionen an künftige Generationen weitergegeben werden können.
Vor dem Abschluss des Forums wurden Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet, die das Kuban-Kosaken-Kulturzentrum mit Schulen, Stiftungen und Kosakenorganisationen vernetzen. Zudem wurden Pläne vorgestellt, Ust-Labinsk zu einem dauerhaften Zentrum der Kosakenkultur auszubauen – mit dem restaurierten Gebäude „Kasatschja Wolja“ („Kosakenfreiheit“) als Kernstück.
Die Veranstaltung hat die Verbindungen zwischen kulturellen und bildungspolitischen Gruppen gestärkt. Ust-Labinsk könnte künftig ein ständiger Standort für ein Kosaken-Kulturzentrum werden. Die Diskussionen und Abkommen des Forums zielen darauf ab, die Traditionen auch in den kommenden Jahren lebendig zu halten.
