Kerstinghaus in Solingen: Vom verwaisten Bürogebäude zum lebendigen Stadtzentrum
Niklas NeumannKerstinghaus in Solingen: Vom verwaisten Bürogebäude zum lebendigen Stadtzentrum
Das Kerstinghaus im Solinger Stadtzentrum steht vor einem grundlegenden Wandel. Ein neuer Plan zur Umgestaltung des Erdgeschosses wird derzeit erarbeitet – federführend von der Task Force Innenstadt und der Solinger Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG). Ziel ist es, dem historischen Gebäude eine moderne, nachhaltige Nutzung zu geben und es wieder zum lebendigen Mittelpunkt der Stadt zu machen.
Seit über einem Jahrzehnt verzeichnet das Kerstinghaus einen deutlichen Rückgang seiner Nutzung. Zwischen 2011 und 2021 führten veraltete Räumlichkeiten und sinkende Besucherzahlen zu einem drastischen Rückgang der Veranstaltungen – von etwa 50 bis 60 pro Jahr zu Beginn der 2010er-Jahre auf weniger als 20 im Jahr 2021. Das einstige Zentrum des städtischen Lebens beherbergt heute nur noch interne Büros des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD), ohne öffentliche Angebote.
Der aktuelle Vorschlag soll diese Entwicklung umkehren. Bürgerfeedback wird gesammelt, um die künftige Ausrichtung des Hauses zu gestalten und sicherzustellen, dass es den Bedürfnissen der Innenstadt gerecht wird. Noch sind keine endgültigen Entscheidungen gefallen – der Plan muss zunächst die Zustimmung der lokalen Politik finden, bevor er umgesetzt werden kann.
Trotz der anstehenden Veränderungen bleibt der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) weiterhin präsent. Beamte werden auch künftig regelmäßig – sowohl in Uniform als auch in Zivil – Streifen durch die Innenstadt durchführen, um für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.
Mit dem Kerstinghaus-Projekt soll ein zentraler Standort in Solingen wiederbelebt werden. Wird das neue Konzept genehmigt, kehrt Leben in das Gebäude zurück – ganz im Sinne der langfristigen Stadtentwicklungsziele. Die endgültige Entscheidung liegt nach weiteren Beratungen und unter Einbeziehung der Öffentlichkeit bei den lokalen Verantwortungsträgern.






