20 March 2026, 16:04

Junge Menschen fühlen sich von der Demokratie überfordert – Schulen in der Pflicht

Plakat mit der Aufschrift "Mangel an Bildung: Der Teufelskreis" mit chaotischen Bildern von verschiedenen Menschen und fetter schwarzer Schrift.

Junge Menschen fühlen sich von der Demokratie überfordert – Schulen in der Pflicht

Eine neue Studie unterstreicht die wachsenden Herausforderungen, mit denen junge Menschen beim Verständnis und der aktiven Teilhabe an der Demokratie konfrontiert sind. Zwar bleiben Schulen ein zentraler Ort für die Vermittlung demokratischer Werte, doch viele Schüler:innen fühlen sich nicht ausreichend gerüstet, um sich gegen Online-Gefahren wie Extremismus und Fehlinformationen zu behaupten. Die Ergebnisse zeigen zudem einen Rückgang des Vertrauens in öffentliche Institutionen bei den jüngeren Generationen.

Laut der Untersuchung lernen 73 Prozent der Jugendlichen in der Schule etwas über Demokratie. Allerdings trauen sich nur 57 Prozent zu, selbstständig politische Informationen zu finden und einzuordnen. Eine deutliche Mehrheit von 76 Prozent wünscht sich, dass Schulen politische Themen stärker im Unterricht behandeln.

Die klassische politische Bildung kommt mit der Zunahme digitaler Radikalisierung kaum nach. Extremistische Inhalte verbreiten sich zunehmend über soziale Medien, Chatgruppen und Gaming-Plattformen – und setzen Kinder und Jugendliche schädlichen Botschaften aus. Bundesbildungsministerin Karin Prien warnt vor den Gefahren von Online-Frauenfeindlichkeit, Gewalt und extremistischer Anwerbung, die gezielt junge Menschen ansprechen.

Die Studie ordnet 44 Prozent der Befragten als "überzeugte Demokrat:innen" ein, 42 Prozent als "labile Demokrat:innen" und 8 Prozent als "Demokratiegegner:innen". Nur die Hälfte der jungen Menschen ist mit der Funktionsweise der Demokratie in der Praxis zufrieden. Das Vertrauen in Institutionen hat nachgelassen, wobei diejenigen, die mit ihrem persönlichen Leben zufrieden sind, eher demokratische Werte unterstützen. Aktualisierte Zahlen zu "labilen Demokrat:innen" in Nordrhein-Westfalen liegen seit der Demokratie-Studie von 2021 nicht vor.

Der Bericht betont die Notwendigkeit einer stärkeren demokratischen Bildung in Schulen, um Online-Bedrohungen entgegenzuwirken. Da viele Schüler:innen sich mehr politische Diskussionen wünschen, könnten Schulen eine größere Rolle dabei spielen, Resilienz gegen Extremismus aufzubauen. Die Ergebnisse deuten zudem auf einen Zusammenhang zwischen persönlichem Wohlbefinden und demokratischem Engagement bei jungen Menschen hin.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle