Jagdschloss wird zu 22 Luxuswohnungen mit königlichem Flair umgestaltet
Niklas NeumannJagdschloss wird zu 22 Luxuswohnungen mit königlichem Flair umgestaltet
Ein historisches Anwesen mit königlichen Wurzeln wird zum Zuhause von 22 Luxuswohnungen
Die Renaissance Immobilien und Beteiligungen AG hat den Hof Pesch erworben – ein imposantes Gut, das einst als Jagdschloss des deutschen Adels diente. Das Unternehmen plant, rund 20 Millionen Euro in die Umwandlung des Anwesens in hochwertige Wohneinheiten zu investieren, die jeweils etwa 100 Quadratmeter umfassen werden.
Der Hof Pesch liegt eingebettet in das weitläufige Schloss Pesch-Anwesen, eine abgelegene Immobilie mit umliegendem Parkland zwischen den Meerbuscher Stadtteilen Strümp und Ossum-Bösinghoven. Das Zentrum des Gutes bildet ein zweistöckiges Schloss mit drei Flügeln, einem hohen Mansarddach, einem ehemaligen Steueramt und einer Kapelle. Der südliche Bereich, bekannt als Hof Pesch, beherbergte ursprünglich Bedienstete, Stallungen und Vorräte für den königlichen Haushalt.
Fast vier Jahrzehnte lang war hier die Galerie Hans Mayer beheimatet, eine der renommiertesten Kunstgalerien Deutschlands, bis sie Ende 2025 den Standort verließ. Das Anwesen selbst durchlief im Laufe der Zeit mehrere Umbauten: 1978 wurde es verkauft und bis 1984 in 14 Luxuswohnungen mit Tiefgarage umgewandelt. Zwanzig Jahre später entstand aus der Kapelle ein privates Badehaus mit Wohnbereich, das an das benachbarte Rentei-Gebäude angebunden wurde.
Die Bauarbeiten für die neuen Wohnungen sollen Ende 2026 beginnen und noch im selben Jahr abgeschlossen werden. Besonders Wert wird auf Nachhaltigkeit gelegt – der Materialeinsatz liegt etwa 70 Prozent unter dem einer herkömmlichen Neubebauung. Ob und in welchem Umfang die Anlage künftig öffentlich zugänglich sein oder kulturell genutzt werden soll, ist bisher nicht bekannt.
Die Sanierung wird das historische Gut neu beleben, dabei aber großen Teil seines ursprünglichen Charakters bewahren. Die 22 Wohnungen mit je rund 100 Quadratmetern entstehen auf einem Gelände, das einst mit dem deutschen Adel verbunden war und später einer bedeutenden Kunstgalerie als Standort diente. Mit einer Investition von 20 Millionen Euro verbindet das Projekt luxuriöses Wohnen mit einem reduzierten ökologischen Fußabdruck.






