IHK NRW fordert raschen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in NRW – sonst droht Deindustrialisierung
Niklas NeumannIHK NRW fordert raschen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in NRW – sonst droht Deindustrialisierung
Die IHK NRW hat die Politik aufgefordert, den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen zu beschleunigen. Unternehmen in der Region unterstützen zwar den Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel, warnen jedoch, dass der aktuelle Rahmen die Fortschritte bremst. Die Organisation hat nun zwölf Vorschläge vorgelegt, um das Problem zu lösen.
Die Sperrung der A45-Brücke in Lüdenscheid hat bereits die Folgen von Untätigkeit gezeigt: Mitarbeiter haben ihre Arbeitsplätze aufgegeben, Logistikunternehmen haben Verträge gekündigt – der Mangel an Verkehrsanbindungen beschleunigt die Deindustrialisierung. Solche Störungen verdeutlichen, warum die Infrastruktur nicht zum Sparziel werden darf, denn Straßen bleiben für die Wirtschaft unverzichtbar.
Laut IHK NRW sind übermäßig komplexe Planungsvorschriften ein zentrales Hindernis für Veränderungen. Um dies zu überwinden, schlägt der Verband mehr Pilotprojekte und flexiblere Anpassungen der Regelungen vor. Zudem fordert er schnellere Planungsverfahren sowie höhere Investitionen in Straßen und öffentlichen Nahverkehr.
Der Ansatz der Organisation setzt auf Anreize statt Verbote, um nachhaltige Mobilität zu fördern. Gleichzeitig betont sie, dass Innenstädte für alle zugänglich und attraktiv bleiben müssen. Um den öffentlichen Nahverkehr zuverlässiger und attraktiver zu gestalten, sind mehr Mittel von Bund und Ländern nötig.
Die zwölf Vorschläge liegen nun den Entscheidungsträgern zur Prüfung vor. Bei Umsetzung könnten sie den Verkehrsdruck verringern und Unternehmen im Wandel unterstützen. Ziel ist ein System, das sowohl der Wirtschaft als auch der Umwelt dient.
