27 April 2026, 14:10

Gamescom startet in Köln – doch die Gaming-Community kämpft mit Hass und Einsamkeit

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich um die Genehmigung eines Gesetzes durch die Regierung zu kommentieren.

Gamescom startet in Köln – doch die Gaming-Community kämpft mit Hass und Einsamkeit

Gamescom: Größte Spielemesse der Welt startet in Köln – doch Umfrage offenbart besorgniserregende Tendenzen in der Gaming-Community

Diese Woche öffnet die Gamescom, die weltweit größte Fachmesse für Video- und Computerspiele, in Köln ihre Tore. Von Mittwoch bis Sonntag wird die Veranstaltung Hunderttausende Gaming-Fans anziehen. Doch eine aktuelle Studie fördert beunruhigende Einstellungen und Erfahrungen innerhalb der engagierten Spielercommunity zutage.

Die Erhebung zeigt, dass ein beträchtlicher Teil der Hardcore-Gamer umstrittene Ansichten vertritt. Fast die Hälfte – 43 Prozent – stimmte der Aussage zu, Jüdinnen und Juden hätten zu viel Einfluss in der Welt. Feindseligkeit gegenüber LGBTQ+-Personen sowie antifeministische Haltungen waren in dieser Gruppe ebenfalls vergleichsweise verbreitet.

Verbale Angriffe und Einsamkeit sind weit verbreitet: Rund 38 Prozent der leidenschaftlichen Spieler gaben an, "sehr oft oder ziemlich oft" beleidigt zu werden. Weitere 14 Prozent aller Befragten berichteten, häufig oder sehr häufig verbale Übergriffe zu erleben – von Drohungen mit körperlicher Gewalt bis hin zu Vergewaltigung.

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Die Community ist jung und männlich geprägt: Drei Viertel der Hardcore-Gamer sind Männer, 55 Prozent von ihnen sind zwischen 16 und 34 Jahre alt. Auffällig ist auch das politische Engagement: 27 Prozent hatten im Jahr vor der Befragung an einer Demonstration teilgenommen. Einsamkeit betrifft viele – 58 Prozent der intensiven Spieler fühlten sich mäßig oder stark isoliert.

Die Studie wirft ein Schlaglicht auf tief verwurzelte Probleme in der Gaming-Welt, während die Gamescom ihre Besucher willkommen heißt. Themen wie Cybermobbing, extremistische Einstellungen und soziale Isolation sind weiter verbreitet, als viele vermuten. Veranstalter und Branchenvertreter könnten nun unter Druck geraten, diese Herausforderungen entschlossen anzugehen.

Quelle