Essen beschleunigt Solarausbau mit riesigem Carport-Projekt auf dem Messegelände
Niklas NeumannEssen beschleunigt Solarausbau mit riesigem Carport-Projekt auf dem Messegelände
Essen treibt die Pläne zum Ausbau von Freiflächen-Solaranlagen im Rahmen seiner Klimaziele voran. Seit 2022 fördert die Stadt bereits die Installation von Dach-Solaranlagen auf privaten Gebäuden. Nun soll ein neues Projekt große Solarparks und Solar-Carports vorantreiben, um die Emissionen weiter zu senken.
Ursprünglich hatte die Stadt 29.840 Teilflächen als potenziell geeignet für bodengestützte Photovoltaik(PV)-Anlagen identifiziert. Sechs Standorte, jeweils mindestens ein Hektar groß mit einer Mindestleistung von 1.000 kWp, wurden für eine genauere Prüfung ausgewählt. Doch nach der abschließenden Bewertung erwies sich keiner dieser Standorte als realisierbar – vor allem wegen unzureichender Datengrundlagen.
Das bisher konkreteste Vorhaben ist das geplante Solar-Carport auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen. Auf einer Fläche von 19 Hektar soll es jährlich rund 11.000 MWh Strom erzeugen. Der Baubeginn ist für den Herbst 2026 vorgesehen, vorbehaltlich der finalen Genehmigung.
Essens Solaroffensive steht im Einklang mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023) des Bundes und dem städtischen Plan für nachhaltige Energie und Klimaschutz (SECAP). Bei Erfolg könnten die kombinierten Projekte etwa 5.000 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen.
Das Solar-Carport auf dem Messegelände bleibt der am weitesten fortgeschrittene Teil des Plans, mit Baubeginn Ende 2026. Zwar läuft die Suche nach geeigneten Freiflächen für Solarparks weiter, doch die Bemühungen der Stadt unterstreichen ihr Engagement für den Ausbau erneuerbarer Energien. Der Erfolg hängt von weiteren Gutachten und behördlichen Genehmigungen ab.






