31 March 2026, 10:07

Duisburg bekommt neues Jugendgerichtszentrum für bessere Resozialisierung

Balkendiagramm, das die Inhaftierungsraten von erwachsenen Männern pro 100.000 in den Vereinigten Staaten zeigt, mit verschiedenen Balkenhöhen, die unterschiedliche Raten darstellen.

Duisburg bekommt neues Jugendgerichtszentrum für bessere Resozialisierung

Nordrhein-Westfalen baut sein Netz an Jugendgerichtszentren aus – ein neuer Standort ist in Duisburg geplant. Die Initiative zielt darauf ab, jungen Straftätern eine intensivere Betreuung zu bieten, darunter maßgeschneiderte Hilfsprogramme und feste Ansprechpartner. Die Behörden hoffen, dass dieser Ansatz den Jugendlichen hilft, rechtliche Grenzen zu begreifen und die Konsequenzen ihres Handelns zu verstehen.

Das erste Jugendgerichtszentrum eröffnete 2009 in Köln. Seitdem hat sich das Modell etabliert: Die Einrichtung in Bielefeld ist bereits das achte dieser Art im Land. Aktuell gibt es rund 20 Zentren in Nordrhein-Westfalen, die jährlich zwischen 5.000 und 6.000 junge Menschen durch soziale Trainings- und Therapieprogramme erreichen.

Das Zentrum in Paderborn, das seit 2012 besteht, unterstützt etwa 50 junge Straftäter pro Jahr. In Bielefeld ist die neue Einrichtung günstig in der Nähe des Hauptbahnhofs gelegen. Dort werden Staatsanwälte, Polizei und Jugendhilfe zusammenarbeiten, um Fälle problematischen Verhaltens zu bearbeiten.

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Die Teilnehmer für das Programm werden individuell ausgewählt. Zwar liegt der Fokus auf Resozialisierung, doch konkrete Daten dazu, wie viele Straftaten verhindert oder wie viele Jugendliche vor Rückfällen bewahrt wurden, liegen nicht vor.

Das Duisburger Zentrum wird nach demselben Prinzip arbeiten wie die bisherigen Standorte und jungen Straftätern strukturierte Unterstützung bieten. Durch die Kombination aus rechtlicher Aufsicht und sozialer Betreuung soll die Rückfallquote gesenkt werden. Trotz fehlender Erfolgsnachweise investiert das Land weiterhin in dieses Konzept.

Quelle