14 March 2026, 14:10

Dinslaken diskutiert Haushalt 2026: Bürger und Oberbürgermeister im direkten Austausch

Ein Kreis mit "Gemeinschaftsverantwortung" in der Mitte, umgeben von drei sich überschneidenden Kreisen, die durch Pfeile verbunden sind, alles in fetter, heller und leuchtender Farbe.

Dinslaken diskutiert Haushalt 2026: Bürger und Oberbürgermeister im direkten Austausch

Erstes "Stadtgespräch" in Dinslaken: Bürger diskutieren mit Oberbürgermeister über Haushalt und Projekte

Am 11. März 2026 fand das erste Stadtgespräch Dinslakens im Gustav-Heinemann-Schulzentrum in Hiesfeld statt. Rund 70 Bürgerinnen und Bürger trafen sich mit Oberbürgermeister Simon Panke und Stadtkämmerer Achim Thomae, um über den Haushalt der Stadt und anstehende Vorhaben zu sprechen. Die Veranstaltung sollte den Austausch fördern, bevor der Stadtrat am 26. März endgültig über den Etat abstimmt.

In den vergangenen fünf Jahren hat Dinslaken den Wandel von strukturellen Defiziten zu ausgeglichenen Haushalten vollzogen. Bis 2025 stiegen die jährlichen Einnahmen der Stadt auf etwa 300 Millionen Euro, während die Schulden durch Sparmaßnahmen und steigende Steuereinnahmen abgebaut wurden. Bundesmittel in Höhe von über 50 Millionen Euro flossen in Schlüsselprojekte wie Radwege, Schulerweiterungen und die Modernisierung der Abwasserbehandlung. Zu den jüngsten Prioritäten zählen Förderprogramme für Sanierungen in den Jahren 2024 und 2025.

Oberbürgermeister Panke stellte mehrere anstehende Projekte vor, die durch Sonderzuweisungen des Bundes finanziert werden. So erhält die EBGS-Schule eine neue Turnhalle, während die Feuerwehrwache in Eppinghoven saniert wird. Das Schulzentrum in Hiesfeld ist bereits fertiggestellt, und in der gesamten Stadt werden Straßenlaternen durch energieeffiziente LED-Leuchten ersetzt. Gleichzeitig verhandeln die Wasserverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) über die Neugestaltung des Gelände des Hiesfelder Freibads.

Die Anwesenden äußerten Bedenken hinsichtlich geplanter Steuererhöhungen, insbesondere bei der Grundsteuer B (Grundsteuer für bebaute Grundstücke). Fragen gab es auch zu internen Verwaltungsreformen, der Zukunft der Eishalle, den Zeitplänen für Schulneubauten und der hohen Krankheitsquote in städtischen Ämtern. Einige Bürger fragten, ob frühere Maßnahmen die aktuelle Haushaltslage hätten entlasten können. Thomae skizzierte geplante Einsparungen, ging jedoch nicht auf alle Anfragen im Detail ein.

Teilnehmende, deren Fragen nicht beantwortet werden konnten, wurden gebeten, sich per E-Mail an das Büro des Oberbürgermeisters unter [email protected] zu wenden. Die Veranstalter kündigten ein weiteres Stadtgespräch für den Herbst an, um die Diskussion über lokale Themen fortzusetzen.

Der Stadtrat wird am 26. März über den Haushalt 2026 abstimmen. Projekte wie die neue Turnhalle, die Sanierung der Feuerwehrwache und die LED-Straßenbeleuchtung sollen mit Bundesförderung umgesetzt werden. Die Debatten über Steueranpassungen und die Zukunft des Freibads werden voraussichtlich auf der nächsten öffentlichen Veranstaltung fortgeführt.

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