CDU in Willich plant Wohnungsbau-Turbo auf ehemaligem Friedhofsgelände
Niklas NeumannCDU in Willich plant Wohnungsbau-Turbo auf ehemaligem Friedhofsgelände
CDU in Willich drängt auf beschleunigten Wohnungsbau mit neuem Turbo-Verfahren
Die Willicher CDU setzt sich für eine schnellere Wohnraumentwicklung ein – unter anderem durch ein neues Beschleunigungsprogramm. Geplant ist die Umnutzung eines 18.000 Quadratmeter großen Geländes, das ursprünglich für die Erweiterung eines Friedhofs vorgesehen war. Zudem fordert die Partei digitale Baugenehmigungen bis 2026 sowie eine Überprüfung der Baustandards, um die Kosten zu senken.
Im Mittelpunkt des CDU-Vorschlags steht ein Grundstück in Willich, das einst für die Friedhofsvergrößerung reserviert war. Nach den Plänen der Christdemokraten sollen dort stattdessen Wohnungen für Singles, junge Familien und Senioren entstehen. Ein städtebaulicher Vertrag könnte das Verfahren beschleunigen, doch wie viele Wohnungen genau entstehen sollen, steht noch nicht fest.
Tobias Pascaly, Mitglied im CDU-Vorstand, wirbt dafür, dass die Stadt das neue Beschleunigungsverfahren für den Wohnungsbau übernimmt. Damit ließen sich Entscheidungen schneller treffen, mehr Kompetenzen vor Ort bündeln und Genehmigungen automatisch erteilen, falls innerhalb von drei Monaten keine Entscheidung fällt. Auch die Fristen für Genehmigungen würden sich durch die neuen Regeln verkürzen.
Neben der Verfahrensbeschleunigung will die CDU, dass Willich bis 2026 Baugenehmigungen digital abwickelt. Zudem fordert die Partei eine Überprüfung der ökologischen, gestalterischen, technischen und energetischen Vorgaben. Ziel ist es, das Bauen bezahlbarer zu machen, ohne dabei Umwelt- und Städtebaustandards zu vernachlässigen.
Konkrete Schritte, die seit Herbst 2023 unternommen wurden, sind bisher nicht öffentlich bekannt.
Falls die Pläne umgesetzt werden, hätte Willich künftig mehr Kontrolle über Bauentscheidungen, und die Bearbeitungszeiten würden sich verkürzen. Auf dem 18.000 Quadratmeter großen Gelände könnten bald neue Wohnungen statt Friedhofsflächen entstehen. Digitale Genehmigungen und angepasste Standards könnten Entwicklern in den kommenden Jahren zusätzlich den Weg ebnen.






