Bundeswehr startet Großübung mit Drohnen und Platzpatronen in Mönchengladbach
Niklas NeumannBundeswehr startet Großübung mit Drohnen und Platzpatronen in Mönchengladbach
Großangelegte Militärübung startet diesen Freitag in Mönchengladbach
Ab diesem Freitag führt die Bundeswehr eine einwöchige Großübung auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) Mönchengladbach durch. Anwohner in der Nähe müssen mit lauten Geräuschen rechnen, da während der Manöver Platzpatronen verschossen werden.
Die Übung findet auf dem weitläufigen, 471 Hektar großen Areal des ehemaligen JHQ Rheindahlen statt – einer Fläche, die etwa 660 Fußballfeldern entspricht. Das Gelände wurde 1954 als Hauptquartier der britischen Streitkräfte errichtet und war später Teil der NATO-Infrastruktur. Seit der Schließung 2013 dient es als Trainingsstätte für Polizeieinheiten und Katastrophenschutzteams.
An den Manövern beteiligen sich rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen. Im Mittelpunkt steht die Erprobung von Kommunikationsabläufen unter nationalen und Bündnisverteidigungsbedingungen. Die verlassene städtische Struktur der Anlage bietet dabei ein realistisches Szenario für einsatznahe Übungen.
Dank der abgelegenen Lage des Geländes besteht für die Öffentlichkeit während der Übungen keine Gefahr. Dennoch können Anwohner laute Knallgeräusche wahrnehmen, da Platzpatronen eingesetzt werden.
Die einwöchige Übung dient der Überprüfung der Einsatzbereitschaft der Truppe unter kontrollierten Bedingungen. Der ehemalige NATO-Komplex bleibt mit seiner umfangreichen Infrastruktur ein zentraler Standort für militärische und zivile Notfalltrainings. Die Manöver sollen nach sieben Tagen abgeschlossen werden.