Bonns erste City-Sanifair-Toilette startet – Solingen diskutiert über Nachahmung
Lea WagnerBonns erste City-Sanifair-Toilette startet – Solingen diskutiert über Nachahmung
In Bonns Fußgängerzone hat die erste öffentliche City-Sanifair-Toilette ihren Betrieb aufgenommen. Nutzer zahlen einen Euro pro Besuch, wobei 50 Cent in örtlichen Geschäften eingelöst werden können. Die Anlage ist ein Pilotprojekt des Unternehmens Tank & Rast, das eine Ausweitung auf ganz Nordrhein-Westfalen plant.
In Solingen wird derzeit ein ähnliches Vorhaben diskutiert. Marc Westkämper, stellvertretender Bezirksbürgermeister, schlägt vor, ein leerstehendes Ladenlokal in der Düsseldorfer Straße in eine Sanifair-Toilette umzuwandeln. Sein Argument: Dies würde den Aufenthalt für Besucher während der Umgestaltung der Innenstadt deutlich aufwerten.
Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT (Mittelstands- und Wirtschaftsunion) der CDU Solingen, unterstützt den Vorschlag. Sie setzt sich seit Langem für öffentliche Toiletten in der Stadtplanung ein. Allerdings kritisiert sie die Stadtverwaltung, die das Projekt mit Verweis auf die Unterhaltskosten abgelehnt habe.
Der Bezirksrat Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid wird den Antrag in seiner nächsten Sitzung beraten.
Das Bonner Pilotprojekt könnte der Auftakt für eine flächendeckende Einführung sein. In Solingen muss der Bezirksrat nun entscheiden, ob ein ähnliches Modell übernommen wird. Bei Zustimmung würde die Einrichtung die öffentliche Infrastruktur in der Innenstadt spürbar verbessern.






