30 March 2026, 14:06

Berliner Tafel kämpft gegen Rekordnachfrage – wie Freiwillige helfen

Orange Schübe mit Lebensmitteln wie Flaschen, Dosen und Kisten an einer Spendenstelle, mit Informationsschildern und Blick durch Glasfenster auf Fahrzeuge, Bäume, Gebäude und Himmel.

Berliner Tafel kämpft gegen Rekordnachfrage – wie Freiwillige helfen

Freiwillige in Berlin verstärken Engagement für wachsende Zahl der Tafel-Nutzer:innen

In einem Neuköllner Supermarkt sammeln Anne, Uschi und Marianne Spenden für die Berliner Tafel – Teil der diesjährigen Osterkampagne. Die Aktion kommt zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach Lebensmittelhilfe seit der Pandemie und dem Beginn des Ukraine-Kriegs fast doppelt so hoch ist wie zuvor.

Die Berliner Tafel betreibt 48 Ausgabestellen in der Stadt und versorgt monatlich rund 94.000 Menschen. Mit einem Logistikzentrum und 25 Lieferfahrzeugen werden 660 Tonnen Lebensmittel an Obdachlosenunterkünfte, Suppenküchen und bedürftige Familien verteilt. Die Organisation ist Teil eines bundesweiten Netzwerks mit über 970 Tafeln, die mehr als 2.000 Ausgabestellen unterhalten.

Die diesjährige Osterkampagne läuft bis zum 4. April 2026 und wird von 15 Filialen von Edeka, Rewe und Kaufland unterstützt. Kund:innen sind aufgerufen, beim Einkauf ein zusätzliches Produkt zu kaufen und es an den Kassen den Freiwilligen zu überlassen. Darunter ist Anne, 33, Mitarbeiterin beim KaDeWe, die ihre freien Donnerstage für den guten Zweck einsetzt. Uschi, 76, engagiert sich seit 14 Jahren regelmäßig an der Ausgabestelle der Magdalenenkirche in Neukölln.

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Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) sieht in den langen Schlangen vor den Tafeln ein "Alarmsignal an die Bundesregierung". Der Anstieg der Nutzer:innenzahlen spiegelt die wachsende wirtschaftliche Belastung wider – immer mehr Haushalte können sich Grundbedürfnisse kaum noch leisten.

Ziel der Osterkampagne ist es, die Bestände in einer Phase hoher Nachfrage aufzustocken. Durch Spenden aus Supermärkten und von Privatpersonen bleibt die Berliner Tafel eine unverzichtbare Stütze für Tausende. Die Aktion unterstreicht den anhaltenden Bedarf an Lebensmittelhilfe – in der Hauptstadt und darüber hinaus.

Quelle