Bergisch Gladbach startet Spendenaktion für Kriegsgräber und Friedensbildung 2025
Lara LangeBergisch Gladbach startet Spendenaktion für Kriegsgräber und Friedensbildung 2025
Spendensammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) in Bergisch Gladbach gestartet
Am 15. Oktober 2025 hat in Bergisch Gladbach die diesjährige Spendenaktion zugunsten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) begonnen. Die von Bürgermeister Frank Stein eröffnete Veranstaltung dient der Pflege und dem Ausbau von Kriegsgräberstätten im Ausland – mit einem besonderen Schwerpunkt auf Bildungsprojekten zur Friedensförderung. Bis Dezember 2025 werden Spenden gesammelt; ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind im gesamten Zeitraum in der Öffentlichkeit und in lokalen Vereinen präsent.
Der VDK wurde am 16. Dezember 1919 als gemeinnützige Organisation mit humanitärer Ausrichtung gegründet. Seine Hauptaufgaben umfassen die Betreuung der Gräber von Kriegs- und Gewaltopfern im Ausland sowie die Unterstützung von Angehörigen bei der Suche nach vermissten Familienmitgliedern. Darüber hinaus verwandelt der Verband Kriegsgräberstätten in Lernorte und fördert so historische und politische Bildung.
Um 11:30 Uhr eröffnete Bürgermeister Frank Stein offiziell die Sammlung, begleitet vom Regionalleiter Jasper Stephan-Beneker und der örtlichen VDK-Vorsitzenden Anne Linden. Stein betonte in seiner Ansprache die Notwendigkeit, die Schrecken des Krieges wachzuhalten, und unterstrich die Bedeutung der Friedensbildung für junge Generationen. Linden, die die Aktion koordiniert, rief interessierte Bürger auf, sich als Ehrenamtliche zu engagieren. Kontaktmöglichkeiten bietet die E-Mail-Adresse [email protected] oder die Telefonnummer 02202 – 14 2497.
Die bildungspolitische Arbeit des VDK erstreckt sich über ganz Europa: In Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden entstehen Lernorte, die an die Folgen von Krieg und Gewalt erinnern. Mit über 30 internationalen Jugendbegegnungen und Workcamps erreicht die Organisation jährlich rund 38.000 junge Menschen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Erinnerungskultur, Friedenspädagogik und historisches Lernen an Kriegsgräberstätten weltweit.
Die Spendenaktion läuft bis Dezember 2025. Die eingeworbenen Mittel fließen direkt in die Instandhaltung der Gräberstätten und die Förderung von Friedensinitiativen. Während der gesamten Kampagne sind die Ehrenamtlichen in öffentlichen Räumen und Vereinen im Einsatz. Der VDK verbindet so Erinnerung mit Bildung und macht Kriegsgräber zu Mahnmalen für kommende Generationen.






