Aus Müllhalde wird Ökostrom: Solarpark auf stillgelegter Deponie in Ahaus-Alstätte
Lea WagnerAus Müllhalde wird Ökostrom: Solarpark auf stillgelegter Deponie in Ahaus-Alstätte
Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk – Kreis Borken gibt Startschuss
Auf dem Gelände einer stillgelegten Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großer Solarpark, nachdem der Kreis Borken grünes Licht für das Vorhaben gegeben hat. Das Projekt soll brachliegendes Gelände in eine Quelle erneuerbarer Energie verwandeln. Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch Kostensenkungen und einen Schub für die grüne Stromerzeugung in der Region.
Die Deponie Ahaus-Alstätte wurde 1985 geschlossen und lag seitdem fast 41 Jahre lang brach. Aufgrund fortlaufender Setzungsbewegungen im Untergrund ist das unebene Gelände für die meisten Bauvorhaben ungeeignet – für einen Solarpark jedoch ideal. Ähnliche Projekte in Nordrhein-Westfalen, etwa auf den Deponien in Haltern und Ibbenbüren, haben in den vergangenen fünf Jahren bereits stillgelegte Mülldeponien in Solarenergie-Standorte umgewandelt.
Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG) wird das Projekt leiten. Um staatliche Fördergelder zu erhalten, muss der Solarpark bis Mitte 2025 in Betrieb gehen. Neben der Stromerzeugung durch Photovoltaik könnte das Gelände zudem Großspeicher für Energie aufnehmen, um überschüssigen Windstrom zeitweilig zu speichern.
Auch finanziell verspricht das Vorhaben Vorteile für die Kommune: Der Solarpark könnte die Unterhaltskosten der Deponie verringern – was langfristig zu niedrigeren Müllgebühren für die Bürger führen könnte.
Aus der lange stillgelegten Deponie wird so ein Zentrum für erneuerbare Energien. Wird das Projekt termingerecht fertiggestellt, sichert es nicht nur Fördermittel, sondern leistet auch einen Beitrag zu den regionalen Nachhaltigkeitszielen. Zudem könnte die Initiative die finanzielle Belastung der lokalen Abfallentsorgung verringern.