20 March 2026, 04:04

Arnsberg kämpft mit neuer Kampagne gegen Fachkräftemangel in der Betreuung

Plakat mit dem Text "Beenden Sie die Arbeit: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Machen Sie niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließen Sie die Lücke in der Gesundheitsversorgung für amerikanische Familien."

Arnsberg kämpft mit neuer Kampagne gegen Fachkräftemangel in der Betreuung

Betreuungsbehörde Arnsberg startet Kampagne gegen Fachkräftemangel

Die Betreuungsbehörde der Stadt Arnsberg hat eine neue Initiative gestartet, um dem wachsenden Mangel an Berufsbetreuern entgegenzuwirken. Die Kampagne zielt darauf ab, mehr Fachkräfte zu gewinnen und gleichzeitig die Bürger zu motivieren, vorsorglich Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten zu regeln. Steigende Nachfrage und eine alternde Bevölkerung stellen die Region zunehmend vor die Herausforderung, das Angebot an Betreuungsleistungen mit dem Bedarf in Einklang zu bringen.

Allein im Jahr 2025 waren in Arnsberg 874 Menschen auf professionelle Betreuer oder Organisationen wie die Diakonie Ruhr Hellweg und den Sozialdienst katholischer Frauen Hochsauerlandkreis angewiesen. Weitere 422 Fälle wurden ehrenamtlich betreut. Doch da immer weniger neue Betreuer in den Beruf einsteigen, klappt die Schere zwischen Angebot und Nachfrage weiter auseinander.

Mit Plakaten, Flyern und Infotafeln will die Behörde für das Thema sensibilisieren. Zudem sind öffentliche Informationsveranstaltungen in Arnsberg, Neheim und Hüsten geplant, bei denen Musterdokumente für Vorsorgevollmachten bereitgestellt und notarielle Beglaubigungen angeboten werden. Hintergrund ist der zunehmende Bedarf an Unterstützung im Alltag, bei Wohnfragen oder behördlichen Angelegenheiten – was wiederum den Bedarf an rechtlicher Betreuung in die Höhe treibt.

Seit Januar 2023 arbeitet die Arnsberger Betreuungsbehörde auf Grundlage des Betreuungsorganisationsgesetzes und ist mit nur 2,5 Vollzeitstellen besetzt. Zu ihren Aufgaben gehört es nun auch, Strategien zu entwickeln, um die Selbstbestimmung schutzbedürftiger Menschen langfristig zu sichern und eine würdevollere Versorgung zu gewährleisten.

Die Kampagne setzt an zwei zentralen Punkten an: der Gewinnung von Betreuungskräften und der Vorbereitung der Bürger auf zukünftige Bedürfnisse. Angesichts steigender Nachfrage und knapper Ressourcen hofft die Behörde, ein nachhaltigeres System aufzubauen. Informationsveranstaltungen und Aufklärungsmaterialien sollen praktische Hilfestellungen bieten, um rechtliche und gesundheitliche Wünsche frühzeitig abzusichern.

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