14 March 2026, 06:14

Apotheker warnen vor Schließungswelle: "Ohne Reformen droht Versorgungsnotstand"

Eine Apotheke namens "Die Generics Apotheke" umgeben von Gebäuden, Strommasten, Werbetafeln, Zimmerpflanzen, Kraftfahrzeugen auf der Straße, unter einem klaren blauen Himmel.

Apotheker warnen vor Schließungswelle: "Ohne Reformen droht Versorgungsnotstand"

Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich kürzlich mit dem CDU-Landesabgeordneten Fabian Schrumpf, um auf die wachsenden Belastungen im deutschen Apothekensektor aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt ihres Gesprächs standen finanzielle Engpässe, Personalprobleme sowie die Auswirkungen von Apothekenschließungen auf die Patientenversorgung – sowohl in ländlichen als auch in städtischen Regionen.

Besonders thematisiert wurden die seit Langem bestehenden wirtschaftlichen Herausforderungen, darunter feste Abgabegebühren und stagnierende Vergütungen. Lohmann wies darauf hin, dass Versandapotheken trotz einer festen Gebühr von 8,35 Euro pro Rezept Rabatte von bis zu 10 Euro gewähren könnten. Diese Ungleichheit erschwere es lokalen Apotheken, wettbewerbsfähig zu bleiben.

Lohmann betonte zudem, wie existenziell der Verkauf verschreibungspflichtiger Medikamente für den Erhalt seiner Apotheke sei. Ohne angemessene Vergütung, warnte er, würden Löhne des Personals und die Patientenversorgung leiden. Im Norden Essens führen bereits weniger Apotheken und Ärzte zu längeren Anfahrtswegen – besonders in Not- und Nachtfällen.

Schrumpf erkannte die Frustrationen der Branche an und verwies darauf, dass die Abgabegebühren seit Jahren nicht angepasst wurden. Er zeigte Verständnis für die geplanten Proteste am 23. März. Zwar räumte er als Landespolitiker begrenzte Handlungsspielräume ein, versprach jedoch, die Anliegen auf Bundesebene vorzubringen. Nach dem Gespräch sicherte er zu, die Themen weiter voranzutreiben.

Konkrete Lösungen gab es zwar nicht, doch Schrumpf signalisierte mit seiner Unterstützung für die Proteste, dass er die Schwierigkeiten des Sektors ernst nimmt. Unterdessen kämpfen Apotheken weiter mit finanzieller Unsicherheit und müssen in betroffenen Regionen Einschnitte bei ihren Leistungen hinnehmen.

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