23 April 2026, 00:13

Amanda Knox unterstützt verurteilte Krankenschwester Lucy Letby – und löst Empörung aus

Ein gelblich angelaufenes, altes Buch mit einer Liste von Frauengefangenenamen in schwarzer Tinte, mit Spalten für Namen und möglicherweise weitere Details.

Amanda Knox unterstützt verurteilte Krankenschwester Lucy Letby – und löst Empörung aus

Amanda Knox hat öffentlich ihre Unterstützung für die verurteilte Krankenschwester Lucy Letby erklärt – sie schickte ihr einen Brief sowie ein Exemplar ihrer Autobiografie Frei. Dieser Schritt löste scharfe Kritik von der Familie Meredith Kerchers aus, deren Mord 2007 zu Knox' eigener Verurteilung und späteren Freisprechung führte.

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Knox gab ihre Solidarität mit Letby während einer Veranstaltung in London für ihren neuen Dokumentarfilm Der Wolf im Nacken bekannt, der sie an den Tatort in Perugia zurückführt. In Der Wolf im Nacken kehrt Knox nach Perugia zurück, wo Meredith Kercher 2007 ermordet wurde. Bei einer Fragerunde im Greenwich Picturehouse kämpfte sie mit den Tränen, als sie über den Fall sprach. Dort offenbarte sie erstmals ihre Unterstützung für Letby, die derzeit eine lebenslange Haftstrafe für den Mord an sieben Babys verbüßt.

In ihrem Podcast zu Letbys Fall beleuchtet Knox die umstrittenen Aspekte des Prozesses und die juristischen Details. Zudem sandte sie Letby einen Brief sowie ein signiertes Exemplar von Frei, ihrer 2021 erschienenen Autobiografie über das Leben nach dem Gefängnis. Knox betonte jedoch, nie direkt mit Letby gesprochen zu haben.

Der Anwalt der Familie Kercher, Francesco Maresca, verurteilte Knox' Vorgehen scharf. Er warf ihr vor, Merediths Andenken für eigene Zwecke auszunutzen, und erklärte im Namen der Familie, sie hätten genug davon. Ihre Frustration sei grenzenlos.

Knox' öffentliche Parteinahme für Letby hat die Debatte über ihre eigene Vergangenheit und die Ethik ihres Engagements neu entfacht. Der Anwalt der Kerchers machte deutlich, dass die Familie ihre Einmischung in prominente Fälle ablehnt. Unterdessen lenken ihr Dokumentarfilm und ihr Podcast weiterhin die Aufmerksamkeit auf ihre Geschichte wie auch auf Letbys Verurteilung.

Quelle