5. Februar: Warum Deutschland den "Hast du gepupst?"-Tag feiert
Jedes Jahr am 5. Februar begeht Deutschland einen ungewöhnlichen Feiertag: den "Hast du gepupst?"-Tag. Die von dem Illustrator Bastian Melnyk im Jahr 2006 ins Leben gerufene Aktion ermutigt die Menschen, Furzen als natürlichen Bestandteil des Lebens zu akzeptieren – und darüber zu lachen. Zwar bleibt die Bedeutung des Datums unklar, doch hat sich der Tag seitdem zu einer skurrilen Tradition entwickelt, die keine direkten Verbindungen zu ähnlichen, humorgetriebenen Feiertagen im Ausland aufweist.
Bastian Melnyk, ein deutscher Karikaturist, startete den "Hast du gepupst?"-Tag ursprünglich am 16. Oktober 2006. Später verschob sich das Datum auf den 5. Februar, ohne dass es dafür eine offizielle Begründung gibt. Der Sinn des Tages ist simpel: Eine Körperfunktion, die so alt ist wie die Menschheit selbst, soll enttabuisiert und mit Humor betrachtet werden.
Zufällig teilt sich der Feiertag sein Datum mit dem Welt-Nutella-Tag, was dem 5. Februar eine zusätzliche kurieuse Note verleiht. Anders als der in den USA beheimatete National Furz-Tag am 3. April, der in den 2010er-Jahren durch soziale Medien an Bekanntheit gewann, bleibt Melnyks Schöpfung eine eigenständige, typisch deutsche Tradition. Dokumentierte Verbindungen zwischen beiden Ereignissen gibt es nicht.
Sogar in Folklore und Performance-Kunst hat das Furzen Spuren hinterlassen. Ein Mythos der Tatuyo, eines indigenen Volks in Kolumbien, besagt, dass Ton aus einem Furz entstanden sein soll. Der britische Unterhalter Mr. Methane (mit bürgerlichem Namen Paul Oldfield) wiederum hat eine Karriere daraus gemacht, musikalische Darmwind-Darbietungen auf die Bühne zu bringen.
Der "Hast du gepupst?"-Tag bleibt eine lockere Hommage an eine universelle menschliche Erfahrung. Jahr für Jahr in Deutschland gefeiert, steht er für sich – unabhängig von anderen humorvollen Feiertagen. Mag seine Entstehung auch rätselhaft sein, so ist seine Botschaft doch klar: die Akzeptanz einer natürlichen, wenn auch oft tabuisierten Körperfunktion.