24 May 2026, 06:10

"Zwei Hasen" als Musical-Farce: Odessa der 1920er im Komediya-Theater

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"Zwei Hasen" als Musical-Farce: Odessa der 1920er im Komediya-Theater

Das Komediya-Theater Nischni Nowgorod präsentiert eine frische Interpretation des Klassikers „Zwei Hasen“ – neu inszeniert als temperamentierte Musical-Farce. Unter der Regie und Choreografie von Anna Feketa wird die Handlung vom Kiew der Originalvorlage ins Odessa der 1920er-Jahre verlegt und erhält so eine kühne, moderne Note.

Im Mittelpunkt der Produktion steht Pronja, ein naives, aber entschlossenes junges Mädchen, verkörpert von Polina Loboda. Anders als in früheren Adaptionen rückt sie hier als eigentliche Protagonistin in den Fokus. Ihre Abenteuer spielen sich neben Swirid Petrowitsch Golochwastow ab, einem schlauen Schurken, den Maksim Michaljow mit viel Charme zum Leben erweckt. Zu den Höhepunkten gehört eine urkomische Parodie auf eine prunkvolle Hochzeit im Hause Silberman, die der Farce zusätzliche komödiantische Energie verleiht.

Bekannte Lieder sind geschickt in die Handlung eingeflochten und unterstreichen die zentralen Szenen, ohne aufgesetzt zu wirken. Die einzige vernünftige Stimme im Chaos ist Chimka, das schlagfertige Dienstmädchen, gespielt von Olga Konowalowa. Obwohl das Stück seinen Titel vom berühmten sowjetischen Film übernimmt, handelt es sich um ein eigenständiges Werk – besonders im Finale. Der Schluss bietet ein universell glückliches Ende, auch wenn das Publikum sich fragen mag, ob alles nur eine Illusion ist.

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Diese lebendige Neuinterpretation von „Zwei Hasen“ beschließt am 2. Juli die Spielzeit des Komediya-Theaters. Mit dem Flair Odessas in den 1920ern, mitreißenden Musiknummern und einer verspielt-leichtfüßigen Auseinandersetzung mit Liebe und Täuschung bietet die Inszenierung sowohl Neulingen als auch Fans der Originalgeschichte ein frisches Erlebnis.

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