Zoll findet illegale E-Zigaretten, Tabak und verbotene Waffe in Euskirchner Kiosk
Lara LangeZoll findet illegale E-Zigaretten, Tabak und verbotene Waffe in Euskirchner Kiosk
Zollbeamte in Aachen haben in einem Kiosk in Euskirchen einen großen Vorrat an illegalen E-Zigaretten-Produkten und Tabak aufgedeckt. Bei der Razzia, die gemeinsam mit lokalen Behörden durchgeführt wurde, beschlagnahmten die Ermittler zudem eine verbotene Waffe und leiteten ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung ein.
Das Team des Aachen-Zolls inspizierte den Laden gemeinsam mit dem Euskirchner Ordnungsamt und entdeckte dabei 836 unversteuerte Einweg-E-Zigaretten. Einige der Geräte überschritten die in Deutschland gesetzlich erlaubte Höchstmenge von zwei Millilitern pro Einheit. Zudem fanden die Beamten über ein Kilogramm Wasserpfeifentabak ohne die vorgeschriebene Steuerbanderole.
Die Schmuggelware war an zwei Orten versteckt: im Verkaufsbereich und in einem versteckten Hohlraum über einer Zwischendecke. Neben den E-Zigaretten und dem Tabak entdeckten die Beamten ein offenes Springmesser auf einem Tisch. Die Waffe wurde beschlagnahmt und an die Polizei in Euskirchen übergeben.
Der 19-jährige Verkäufer muss sich nun wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung verantworten. Nikotinhaltige E-Liquids unterliegen seit dem 1. Juli 2022 der Tabaksteuer, wobei die Sätze in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Ab dem 1. Januar 2025 beträgt die Steuer 0,26 Cent pro Milliliter.
Durch die Aktion wurden unversteuerte und potenziell unsichere E-Zigaretten-Produkte vom Markt genommen. Das beschlagnahmte Messer und der Tabak bleiben vorerst sichergestellt, während die Ermittlungen andauern. Über weitere Konsequenzen für den Verkäufer haben die Behörden bisher keine Angaben gemacht.






