Zoll deckt Betrug mit falschen Identitäten bei illegaler Beschäftigung auf
Lea WagnerZoll deckt Betrug mit falschen Identitäten bei illegaler Beschäftigung auf
Zollbeamte in Krefeld haben einen mutmaßlichen Betrug mit illegal beschäftigten Arbeitnehmern aufgedeckt, die falsche Identitäten nutzten. Bei einer Razzia in einer Arbeiterunterkunft in Grevenbroich am 9. Oktober 2024 wurden mehrere Personen festgenommen. Die Aktion richtete sich gegen Menschen, die sich als EU-Bürger ausgaben, um sich unerlaubt eine Beschäftigung zu verschaffen.
Die Razzia wurde vom Zollamt Krefeld durchgeführt. Elf Männer, überwiegend aus der Kaukasusregion und ohne EU-Staatsbürgerschaft, wurden vorläufig festgenommen. Den Ermittlern zufolge nutzten sie gefälschte Dokumente, um sich als EU-Bürger auszugeben und so ohne gültige Arbeitserlaubnis Jobs zu erhalten.
Neun der Verdächtigen müssen sich nun zusätzlich wegen Urkundenfälschung verantworten. Alle elf wurden in Gewahrsam genommen und später an die Ausländerbehörde im Rhein-Kreis Neuss übergeben. Ein weiterer Mann, der bereits wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht gesucht wurde, konnte im Rahmen der Aktion ebenfalls festgenommen werden.
Das betroffene Industrieunternehmen, bei dem die mutmaßlich illegal Beschäftigten arbeiteten, wurde nicht namentlich genannt. Die Ermittlungen werden von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit in Mönchengladbach fortgeführt. Gegen die elf Männer wurden Strafverfahren wegen illegalen Aufenthalts eingeleitet. Der Fall bleibt weiterhin Gegenstand aktiver Ermittlungen. Die Behörden prüfen die Hintergründe der mutmaßlichen Fälschungen und des Beschäftigungssystems.






