14 April 2026, 16:05

Wohnungsnot in NRW: Studierende kämpfen um bezahlbaren Wohnraum vor dem Wintersemester

Gruppe von Studenten marschiert in Berlin mit einem bunt bemalten "Students for Future"-Schild vor einer Kulisse aus Gebäuden, Bäumen und Himmel.

Wohnungsnot in NRW: Studierende kämpfen um bezahlbaren Wohnraum vor dem Wintersemester

Tausende Studierende in Nordrhein-Westfalen (NRW) kämpfen darum, vor Beginn des Wintersemesters eine Wohnung zu finden. Während die Wartelisten für Studentenwohnheime immer länger werden und die Mietpreise zwischen den Städten stark schwanken, gestaltet sich die Wohnungssuche für viele zunehmend schwieriger.

In Aachen und Jülich warten mittlerweile rund 11.000 Studierende auf ein Platz im Wohnheim – 2.000 mehr als im Vorjahr. Ähnlich angespannt ist die Lage in Köln, Münster und Bonn, wo zwischen 2.500 und 3.000 Studierende auf den Wartelisten stehen. Besonders lange Wartezeiten gibt es in Bielefeld, wo Studierende teilweise bis zu vier Semester auf einen Platz warten müssen.

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In Siegen sieht die Situation etwas besser aus: Hier warten etwa 700 Studierende auf ein Zimmer im Wohnheim, doch viele weichen auf den privaten Wohnungsmarkt aus. Unterdessen schlägt das Studentenwerk Bonn-Auerberg vor, ein altes Parkdeck in Studentenwohnungen umzubauen – doch das Projekt stockt, da die Baugenehmigung noch aussteht.

Die Mietkosten verschärfen die Problematik zusätzlich. Die durchschnittlichen Preise für Wohnheimplätze liegen zwischen 200 Euro in Bielefeld und 340 Euro in Köln. Die Studierendenwerke in NRW nennen fehlendes günstiges Bauland und unzureichende Finanzmittel als Hauptgründe für die begrenzten Kapazitäten in den Wohnheimen.

Der Wohnungsmangel belastet Studierende in ganz NRW weiterhin – mit längeren Wartezeiten und steigender Nachfrage. Ohne mehr bezahlbares Bauland und verbesserte Förderung wird sich der Druck auf den Wohnungsmarkt vorerst kaum entspannen.

Quelle