Willichs umstrittenes Wohnprojekt Moltkedorf: 200 Wohnungen gegen Bürgerproteste
Lea WagnerWillichs umstrittenes Wohnprojekt Moltkedorf: 200 Wohnungen gegen Bürgerproteste
Willich treibt ein neues Wohnprojekt voran, um den dringenden Bedarf an Wohnraum in der Stadt zu decken. Geplant sind 200 Wohneinheiten auf einem 2,9 Hektar großen Gelände namens Moltkedorf. Doch der Vorschlag stößt bei Anwohnern auf Kritik – vor allem wegen seiner Größe und der möglichen Auswirkungen auf das Viertel.
Das Vorhaben fällt in eine Phase, in der die Stadt das Flüchtlingsheim Moltkedorf bis Ende des Jahres schließen will, um Platz für Neubauten zu schaffen.
Die ersten Entwürfe für Moltkedorf sehen eine Mischung aus Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und mehrgeschossigen Wohnanlagen vor. Die Gebäude sollen in einer Hofanlage angeordnet und von Grünflächen umgeben sein, um ein gesundes Wohnumfeld zu fördern. Der Zugang erfolgt über die Moltkestraße, wobei ein einseitiges Ringsystem alle Einheiten verbindet.
Zudem sind Fuß- und Radwege geplant, die die Krusestraße mit An Liffersmühle verbinden. Für Parkplätze sind Flächen im Freien, Garagen und möglicherweise eine Tiefgarage vorgesehen.
Anwohner äußern jedoch mehrere Bedenken: Viele kritisieren die Dimensionen des Projekts, insbesondere die viergeschossigen Gebäude in der Nähe von Kleingärten und eine hohe Wohnblockwand, die direkt an bestehende Häuser grenzt. Andere sorgen sich um mehr Verkehr, die Belastung der lokalen Infrastruktur und den Verlust von Grünflächen – besonders ein Grundstücksstreifen an der Moltkestraße 31–35. Die ökologischen Folgen und die Beeinträchtigung der Nachbarn bleiben zentrale Streitpunkte für die Gegner.
Trotz der Einwände betont die Stadt, dass das Projekt notwendig sei, um den Wohnraummangel in Willich zu bekämpfen. Die Neubebauung ersetzt das aktuelle Flüchtlingsheim, dessen Schließung für Dezember 2026 geplant ist.
Mit dem Moltkedorf-Projekt sollen 200 neue Wohnungen auf dem ehemaligen Heimgelände entstehen. Während die Stadt den Bedarf an Wohnraum und die ökologischen Gestaltungsmerkmale hervorhebt, hinterfragen Anwohner weiterhin die Verdichtung und die Umweltauswirkungen. Eine endgültige Entscheidung hängt von weiteren Bürgerbeteiligungen und kommunalen Genehmigungen ab.






